1724 gebaut in der Waldensergasse neben der Hofstätt-acker von Jean Blanc ( Spätaussiedler aus dem Qeyras ) auf 2 Barackenplätzen von Erstansiedlern ( heute Haus Fritz gegenüberliegend ) Nachfolger Sohn Francois - gestorben 1804
1903 durch Brandstiftung abgebrannt und in heutiger Sichtweise in Backsteinformat wieder aufgebaut als Wohnhaus
1791 Matthias Söhnle kommt aus Wimsheim und zusammen mit Schwiegervater Pierre Jouvenal bauten sie gegenüber dem ehemaligen Adler
1808 am heutiger Standort an der alten Zollstelle am Eingang zur welschen Gasse zwischen der Landtrasse und dem Viehtrieb , einen 2. Adler ,
ein 2 stockiges Haus mit Bäckerei , ehemals ein Garten, unter dessen Erdreich sich schon ältere Bauten aus dem 17. Jhdt befanden , und die heute noch vorhanden sind
1852 dann Scheueranbau
bis 1902 folgten noch 3 Generationen der Söhnle – Wirte
ab 1903 Bührer Christian , Bierbrauer aus Wiernsheim
1906 Jakob Steimle WBG / Wilhelm Ayasse aus NBTL
ab 1911 begann die Meeh Dynastie mit Andreas Meeh,
1928 Friedrich Meeh bis 1974
auch eine Tankstelle war in den 30er Jahren angebunden
ab 1976 von Hans und Gertrud Drodofsky erworben , obwohl ihnen von so manchem prognostiziert wurde , diese Aufgabe mit komplettem Teil-Umbau zum damals modernen Gasthaus niemals zu bewältigen - bewiesen sie allen Skeptikern das Gegenteil , ( u.a. die Neuauflage des “Kirwemontags “ unter Mithilfe einiger Musiker des Musikvereins waren und sind bis heute ein einmaliger Anziehungspunkt ).
Und schliesslich stammen beide aus kämpferischen und stolzen Vorfahren ab .Hans von einem Dragoner- und blaublütigem Kosakengeschlecht, das 1661 erstmals in der Gegend erwähnt wird und Gertrud von stolzem Kaiserstühlerblut mit Hotzenwaldanbindung härterer Gesinnung und vorderösterreichischen Wurzeln.
Das Vermischen dieser unterschiedlichen Blutsgruppen wirkt sich bis in die 3. Genaration aus, wobei hier auch noch ein wenig „Harzknaupenblut aus dem Wildbader Schwarzwaldbereich dazukommt - auch die gastronomische Erfahrung im Vorfeld durch Betreiben des Vereinsheims des TSV Wurmberg am ehemaligen Kegelplatz war hilfreich und auch wegweisend . Mit grossem finanziellen Aufwand , zähen Bank- und Brauereiverhandlungen , Hilfe von örtlichen Handwerkern und strapaziöser Eigenleistung neben seinem beruflichen Wirken und sogar noch neben seinem Hausmetzgertum schaffte er das fast unmögliche und am 5.Jan 1977 fand die offizielle Eröffnung statt , und bildete nun einen zentralen Anlaufpunkt in der Ortsmitte für Feierlichkeiten jeglicher Art. Aber auch ein 2. Objekt musste miterworben werden . Der heutige Parkplatz war damals noch ein eigenständiger Bauplatz, für den sogar noch die geplante Baugenehmigung einer Metzgerei seitens Friedrich Meehs noch bestand und für den es komplizierte und teure Auflagen als nun benötigten Parkplatz zu bewältigen gab .
Auch die bis dahin manuell betrieben Kegelbahn wurde auf damals modernstes Niveau einer automatischen Kegelbahn gebracht.
1986 erfolgte dann eine weiterer Umbau im Saal- und Nebenzimmerbereich mit Lüftung , Beleuchtung und Optik auf modernes Niveau
2001 begaben sich die Eheleute Drodofsky in den wohlverdienten Ruhestand , und es übernahm nach weiterem aufwendigem Umbau und Teilmodernisierung die heutigen Wirtsleute Rolf und Sibylle Drodofsky in 2. Generation das Gasthaus. Mit gastronomischen Berufen und langjährigen Vorerfahrungen geprägt, lenken sie seither nun das Wirken, immer bestrebt neues einzubinden , auch wenn man somit zwar nicht jedem gerecht werden kann, aber es dennoch versucht.
Seinem Metzgerfaible blieb Hans bis 2010 immer noch getreu und produzierte seine beliebten Wurstwaren solange es ihm möglich war , schliesslich war sein Beruf als Mtzger immer präsent und vorteilhaft bei Veranstaltungen und auch Herstellung eigener Wurst- und Fleischwaren . Krankheitlich schwer angeschlagen musste beide sich nun endgültig von der Gastronomie verabschieden. Beratend standen sie auch noch lange immer wieder zur Verfügung.
Immer wieder wurde investiert , eine Terasse wurde 2005 gebaut , veraltete Toiletten wurden 2012 komplett neu saniert , moderen hochwertige Küchengeräte angeschafft etc.
Am 22. Mai 2018 verstarb Gertrud Drodfsky nach langem gesundheitlichen Leiden , ihr folgte schon am 26.8.2018 ihr Gatte Hans Drodofsky durch einen tragischen Unfall in der eigenen Gaststätte - R.I.P.
Ab 2020 nun wird sich die Weiterführung des Gasthauses wesentlich ändern, da gesundheitsbedingt Sibylle und Rolf Drodofsky etwas kürzer treten müssen. Der Gastronomiebereich wird sich im wesentlichen uneingeschränkt auf Veranstaltungen jeglicher Art und 3 Tage in der Woche den reinen Stammtischbetrieb , sowie Sonn- und Feiertäglichen A´La Carte Betrieb beschränken. Der Kegelbahnbetrieb wird eingestellt.
Eine familiäre Weiterführung in 3. Generation ist derzeit ungeklärt. Sobald diesbezüglich eine Entscheidung fällt oder wesentliche Änderungen eintreten , wird es hier angefügt.
Zusammengetragen und erstellt von Sibylle und Rolf Drodofsky , April 2019