24/11/2023
Liebe Freunde der Gastronomie,
nachdem es immer wieder Verständnisprobleme in der Debatte um die Mehrwertsteuer-Erhöhung gibt, möchten wir hier in aller Kürze die wichtigsten Fakten nochmals erläutern. Vieles wird eben nicht offen kommuniziert, daher ist es uns wichtig diese Informationen der DEHOGA hier nochmals zu für Euch zu veröffentlichen:
Die Mehrwertsteuer wurde zwar in der Pandemie gesenkt, es war aber nie eine befristete, reine Krisenmaßnahme. Es ging um die steuerliche Gleichbehandlung von Vor-Ort-Essen mit To-Go und Lieferdiensten und um der Gastronomie auch nach der Krise eine Zukunft zu ermöglichen, indem sie finanziell etwas mehr Möglichkeiten hat. In 23 von 27 EU-Staaten gilt auf Speisen in der Gastronomie eine reduzierte Mehrwertsteuer. Mit der erneuten Erhöhung werden wir in Deutschland wieder einen der höchsten Steuersätze haben. Der Staat isst bei jedem Gericht kräftig mit.
Zwischenzeitlich sind die Kosten für Energie, Lebensmittel und Personal explodiert und da waren die 7% nach der Pandemie etwas preisdämpfend. Die Kosten für den Wareneinsatz und Personal machen in den meisten Betrieben bereits 60% bis 70% des Umsatzes aus, die Energiekosten bis zu 10%. Die Preisentwicklung in der Gastronomie liegt trotz der überproportionalen Kostenbetroffenheit nur geringfügig über dem allgemeinen Verbraucherpreisindex. Nur mit der 7% Mehrwertsteuer ist es bisher gelungen, diese enormen Kostensteigerungen nicht 1:1 an die Gäste weiterzugeben. Jetzt ist der Puffer weg. Der Ertrag wird bei null liegen, wenn die Steuererhöhung nicht an den Gast weitergegeben wird.
Wir sind Gastgeber und unsere Aufgabe ist es Euch als unsere Gäste glücklich zu machen. Der Anspruch ist auch stets für Euch unser Bestes zu geben. Dazu brauchen wir aber Rahmenbedingungen die es uns ermöglichen für Euch jeden Tag mit Top-Qualität und bestem Personal da zu sein. Wir sind Unternehmer und ein Unternehmen muss auch Gewinne machen können - wer uns das nicht gönnt, braucht sich auch nicht zu wundern, wenn er immer öfter vor geschlossenen Restaurants steht. Denn das Gros der Gastronomen lebt sicherlich nicht in Saus und Braus, sondern es sind Gastgeber mit Leidenschaft, die viele Stunden mehr arbeiten als der normale Arbeitnehmer und bei denen zukünftig die Aussicht groß ist, dass die Rechnung nicht mehr aufgehen wird.
Wollen wir das wirklich?
Danke für Euer Verständnis und wir freuen uns Euch als zufriedene und glückliche Gäste immer wieder aufs Neue begeistern zu dürfen!
Hoffentlich auch noch in der Zukunft.