30/07/2026
Ein leeres Fass für 4.000 Euro – und es ist am Anfang trotzdem undicht.
Beim Fassholz gibt es drei große Klassiker, und die kommen von drei Kontinenten. Die amerikanische Weißeiche ist das meistverwendete Holz überhaupt, sie steckt in den Bourbon-Fässern und bringt Vanille, Kokos und Karamell – ganz mild und eingängig. Die europäische Eiche, die wir bei uns auch hernehmen, kennt man vor allem aus Barriquefässern für Rotwein und Cognac. Die bringt viel mehr Würze mit.
Und dann gibt es noch die japanische Mizunara-Eiche, die Wassereiche. Der Baum wächst so krumm, dass beim Küfern enorm viel Verschnitt anfällt, und das fertige Fass hält am Anfang nicht einmal richtig dicht. Trotzdem ist es das begehrteste Fassholz der Welt – und mit rund 4.000 Euro für ein leeres Fass auch das teuerste. Die kann ich mir ehrlich gesagt selber nicht leisten.
Am Ende gilt: Das Fass ist kein Behälter. Es ist eine Zutat.