07/11/2022
VORSCHAU
08. November 2022
Staatenlosigkeit
8. November, 8:30 h
Workshop - Das Recht auf eine Staatsangehörigkeit ist eines der Menschenrechte, welches im Völkerrecht anerkannt ist. Dennoch gibt es Millionen Menschen ohne Staatsangehörigkeit.
Wie werden Menschen staatenlos? Kann die Staatsbürgerschaft aberkannt werden? Welche Auswirkungen hat die Staatenlosigkeit auf das Leben der Menschen? Wie viele Staatenlose gibt es heute? Welche Maßnahmen zur Verhinderung von Staatenlosigkeit gibt es? Diesen und weiteren Fragen widmet sich der Workshop im Rahmen des Teilhabeprozesses der Bildungskampagne der Arolsen Archives. Mit Hilfe interaktiver Methoden werden den Teilnehmenden im Workshop neben historischen Einblicken Stärkung in der Auseinandersetzung mit Menschenrechten vermittelt. In Kooperation mit Arolsen Archives – International Center on N**i Persecution.
Für Schülerinnen und Schüler der Klasse 9 – 10
Kontakt: Tel. 0711/216 -597 03, [email protected]
Veranstaltungsort: Stadtteilbibliothek West
Veranstalter:
Stadtteilbibliothek West
Krieger, denk mal Das Denkmal auf dem Stuttgarter Karlsplatz als Lehrstück europäischer Geschichte
8. November, 17:30 h
Philosophisches Cafe am Abend
Fritz Endemann: Krieger, denk mal Das Denkmal auf dem Stuttgarter Karlsplatz als Lehrstück europäischer Geschichte Fritz Endemann lebt und arbeitet in Stuttgart und ist Mitglied der AnStifter. Seine Veröffentlichungen und Vorträge gelten der Landesgeschichte und juristischen Zeitgeschichte, aber auch der Literatur und Kunst. Als Jurist und Richter setzte er sich über Jahrzehnte für ein Mahnmal zum Gedenken an die Opfer der NS-Justiz ein, dass in Form dreier Stelen mit den Namen der 423 Hingerichteten seit Anfang 2019 vor dem Stuttgarter Landgericht steht, und den Erhalt des ‚Hotel Silber‘ (eh. Gestapozentrale in der Dorotheenstraße).
Veranstaltungsort: Museum Hegel-Haus
Veranstalter:
Die AnStifter
„Dies Kind soll leben“
8. November, 18:00 h
Lesung mit Musik (Im Rahmen der Jüdischen Kulturwochen) Die Aufzeichnungen der Helene Holzman 1941-1944. Helene Holzman war Malerin, Buchhändlerin, Deutschlehrerin. Gleich nach dem Krieg hat sie aufgeschrieben, was sie in den Jahren zuvor im litauischen Kaunas erlebt hat. Ihr jüdischer Mann verschwindet kurz nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht für immer, ihre ältere Tochter Marie wird von den N**is verhaftet und später erschossen, weil sie mit verwundeten deutschen Soldaten über den Frieden diskutiert hat. Helene Holzman will für ihre jüngere Tochter überleben. Doch das genügt ihr nicht. Selbst immer in Lebensgefahr, tritt sie ein in ein Netzwerk von Helfern und Helferinnen, versucht so viele Bedrohte wie möglich in Sicherheit zu bringen, vor allem Kinder aus dem Getto in Kaunas. In ihren eindrucksvollen Aufzeichnungen erfahren wir immer wieder auch vom Scheitern dieser Anstrengungen, vom Verrat der Kollaborateure an ihren früheren Nachbarn und von den wenigen, denen in Gefahr zutrauen ist. Luise Wunderlich hat zentrale Passagen aus dem Buch ausgewählt, dazu Lieder aus dem Getto von Wilna und Stücke für Klarinette solo, vorgetragen von Studierenden der Musikhochschule Karlsruhe. Luise Wunderlich, Konzept und Lesung, Valentin Löbens, Gesang
Der Eintritt ist frei. Der Veranstaltungsraum, Großer Saal EG, ist nicht barrierefrei.
Veranstaltungsort: Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg
Veranstalter:
Haus der Heimat des Landes Baden-Württemberg
Die Malerin Käthe Loewenthal (und ihre Schwestern) – und ihre Verbindung zu Kaltental
8. November, 18:30 h
Erinnerung an ein deutsch-jüdisches Schicksal und Spurensuche am letzten Aufenthaltsort vor ihrer Deportation.
Veranstaltungsort: Begegnungsstätte Kaltental
Veranstalter:
Kaltental gegenseitig stark
Vortrag Ausgrenzung – Raub – Vernichtung
8. November, 19:00 h
Vortrag Ausgrenzung – Raub – Vernichtung. NS-Akteure und Volksgemeinschaft gegen die Juden in Württemberg und Hohenzollern 1933–1945 Im November jährt sich die Reichspogromnacht vom 9.11.1938 zum 84. Mal. Die KZ-Gedenkstätteninitiative Leonberg nimmt das zum Anlass für einen Informationsabend in der Leonberger Stadtkirche und eine Ausstellung im Stadtmuseum Leonberg, in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Erwachsenenbildung Leonberg und der Stadt Leonberg. Heute sind uns die Menschenrechte selbstverständlich, das war nicht immer so und ist auch heute überwiegend auf der Welt noch immer nicht so: „Alle Menschen sind von Geburt an frei und gleich in ihrer Würde und ihren Rechten.” Vortrag von Heinz Högerle, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins Ehemalige Synagoge Rexingen, Mitherausgeber des Buchs und Kurator der Ausstellung, über die Entwicklung vom „Sozialen Tod“ über die Ausraubung bis zur Ermordung der Juden aus unser aller Nachbarschaft. Er geht auf die Handlungen zahlreicher Akteure aus NSDAP, Gestapo, Kommunen, Wirtschaftsverbänden, Industrie- und Handelskammern, Handwerksinnungen, Firmen und von vielen am Raub interessierten Bürgern ein – und auf die besondere Rolle der Finanzbehörden bei der formalrechtlichen Enteignung jüdischer Betriebe. Im Anschluss eröffnet er die Ausstellung, die dann von Mittwoch 9.11. bis Sonntag, 20.11.22 täglich von 15 bis 17 Uhr im Stadtmuseum Leonberg besucht werden kann. Das Stadtmuseum liegt Fußweg 2 min. von der Stadtkirche entfernt.
Veranstaltungsort: Leonberger Stadtkirche
Veranstalter:
KZ-Gedenkstätteninitiative Leonberg e. V.
Evangelischen Erwachsenenbildung im Kirchenbezirk Leonberg
Stadt Leonberg / Stadtmuseum
Elie Wiesel: »Die Nacht. Erinnerung und Zeugnis«
8. November, 19:00 h
Lesung und Vortrag »Die Nacht« machte Elie Wiesel weltberühmt und sie ist eines der bedeutendsten Zeugnisse des Holocaust. Jeder Satz ist ein Testament, ein Zeugnis schrecklicher Unmenschlichkeit und überwältigender Menschlichkeit, erschütternd und berührend zugleich. Jetzt, nach langen Jahren, liegt endlich die neue Übersetzung bereit. Diese drückt noch stärker, noch beeindruckender und berührender aus, was der jugendliche Elie Wiesel und spätere Friedensnobelpreisträger in Auschwitz erfahren musste. Mit Prof. Dr. Reinhold Boschki, Valesca Baert-Knoll, Dr. Elisabeth Migge, Kath.-Theol. Fakultät an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen Kooperation: Kath. Bildungswerk Stuttgart, Evang. Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart
Kostenbeitrag: 7,00 € / 5,00 €, Anmeldung über Evang. Bildungszentrum Hospitalhof
Veranstaltungsort: Evang. Bildungszentrum Hospitalhof
Veranstalter:
Kath. Bildungswerk Stuttgart
Evang. Bildungszentrum Hospitalhof
Fußball-WM in Katar: Foulspiel mit System
8. November, 19:00 h
Fußball-WM in Katar: Foulspiel mit System
Menschenrechte, ökonomische Abhängigkeiten und Reformideen für einen nachhaltigen Sport
Schlechte Arbeitsbedingungen, die Unterdrückung von Frauen, die Verfolgung von Homosexuellen: Katar steht seit Jahren in der Kritik. Doch das kleine Emirat ist auch ein großer Investor und Gaslieferant in Westeuropa. Die Fußball-WM 2022 stößt eine überfällige Debatte an: Wie können Politik und Sport in Deutschland mit einem autoritären Regime zusammenarbeiten, ohne die eigenen Werte aufzugeben? Referent: Ronny Blaschke, Journalist und Autor.
Kostenbeitrag: 7,00 € / 5,00 €, Kontakt über Hospitalhof
Veranstaltungsort: Evang. Bildungszentrum Hospitalhof
Veranstalter:
Evang. Bildungszentrum Hospitalhof
VfB Fanprojekt Stuttgart e. V.
„Was sich wirklich hinter der Diversity-Fassade verbirgt“
8. Nov.,19:30 h
Vortrag und Diskussion mit Mohamed Amjahid
Eine Veranstaltung im Rahmen des Diskussionsforums Einwanderungsland Deutschland
Homogen zusammengesetzte Entscheidungsräume treffen schlechte Entscheidungen – zumindest nicht solche, die allen Menschen zugutekommen. Deswegen ist Repräsentation wichtig. Aber was bringt es verletzbaren Gruppen, wenn eine Frau, ein Kind sogenannter Gastarbeiter*innen oder eine queere Person Entscheidungen trifft, die historisch gewachsene Strukturen der Ausbeutung und Diskriminierung verfestigen? Was bringt es, Vielfalt zu feiern, während die grundsätzlichen Systeme der Unterdrückung weiter bestehen und durch genau diese Vielfaltfassade kaschiert werden? Diversity ist mittlerweile zum Trend geworden: auf Sozialen Medien, beim Pride-Month oder in der Werbung für Banken und Autohersteller. Als Gesellschaft müssen wir also Vielfalt überwinden, um echte Teilhabe für alle zu ermöglichen.
Referent: Mohamed Amjahid (*1988) ist freier, investigativer Journalist und Buchautor. Er schreibt u. a. über Rassismus sowie als Live-Stream auf dem YouTube-Kanal über Rassismus und Demokratie, z. B. für den Spiegel, die taz oder den RBB.
Anmeldung zum Besuch der Präsenzveranstaltung: [email protected]
Veranstaltungsort: Stadtbibliothek am Mailänder Platz
Veranstalter:
Forum der Kulturen Stuttgart e. V.
Stadtbibliothek Stuttgart
Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg