20/09/2026
„Musst du denn schon wieder etwas Neues kaufen, Nora?“
Diese Frage stelle ich mir oft. Dabei ist alles, was ich tue, noch viel zu wenig. Mein Potenzial habe ich nicht einmal ansatzweise ausgeschöpft.
Jedes Jahr gestalte ich den Lampion-Himmel neu, Monat für Monat. Mal ähnlich, mal mit denselben Farben doch wird er jedes Mal ganz anders. Dieses Jahr sind funkelnde Glitzerbälle in Schwarz und Gold dazugekommen.
Ein Teil in mir sagt: „Alles, was du im Haus hast, ist schon bezahlt. Du brauchst nichts Neues, es sieht jedes Mal wieder schön aus.“
Der andere Teil schreit nach mehr. Größer, höher, weiter, wilder. Mehr Gefühl, mehr Ausdruck von meinem Inneren. Am liebsten würde ich jeden Monat komplett neu dekorieren, in eine andere Farbwelt eintauchen, neue Formen einbauen. Lebendigkeit, Vielfalt und Kreativität, mit einer Energie, die jeder spürt, der unser Haus betritt.
Basti steht immer hinter mir. „Kauf, wenn du Lust darauf hast“, sagt er. Doch da ist diese kleine Stimme in meinem Kopf. Würde ich der anderen ganz nachgeben, gäbe es kein Halten mehr, und Realität und Wirtschaftlichkeit stünden in keinem Verhältnis mehr zueinander. Also bremse ich. Die Sehnsucht bleibt: aus schöpferischer Kraft zu handeln, ohne dass ein Kunde es vorab in Auftrag gibt und bezahlt.
Sinn bekommt mein Schaffen immer dann, wenn es aus mir heraus entsteht. Dann ist es sinnhaft für mich und meine Entwicklung.
Für mich ist das eine philosophische Frage: Tust du etwas nur, um damit Geld zu verdienen, oder auch als Ausdruck deiner Persönlichkeit?
Wo lebst du deine Kreativität, ohne dass sie sich rechnen muss?
✨💫⭐️ EINZIGARTIG & ANDERS ⭐️💫✨