24/03/2026
In den letzten Tagen haben uns viele Nachrichten erreicht mit Fragen, mit lieben Worten, aber auch mit Unsicherheit.
Deshalb möchten wir an dieser Stelle offen und ehrlich mit euch sprechen.
Die Entscheidung, das Black Bison Steakhouse zu schließen, ist uns alles andere als leicht gefallen.
Ganz im Gegenteil wir hätten uns gewünscht, diesen Weg weiterzugehen, diesen Ort weiter mit Leben zu füllen und gemeinsam mit euch noch viele Jahre zu erleben.
Doch die Realität hat sich in den letzten Jahren stark verändert.
Miete. Personal. Einkauf. Energie.
Alles wird teurer und das nicht einmalig, sondern spürbar, Monat für Monat.
Seit Corona hat sich vieles verschoben.
Nicht nur für uns, sondern für die gesamte Gastronomie und weit darüber hinaus.
Kriege, politische Entscheidungen und wirtschaftliche Entwicklungen sind keine fernen Themen – sie haben direkte Konsequenzen, die am Ende auch Betriebe wie unseren treffen.
Was früher planbar war, ist es heute oft nicht mehr.
Kosten steigen kontinuierlich, während die Sicherheit sinkt.
Entscheidungen müssen unter Bedingungen getroffen werden, die sich ständig verändern.
Was viele von außen nicht sehen:
Ein Restaurant ist nicht nur ein Ort zum Essen.
Es ist Verantwortung für Mitarbeiter, für Gäste, für den eigenen Anspruch.
Es ist Druck – jeden Tag aufs Neue.
Und es ist ein ständiger Balanceakt zwischen Leidenschaft und Wirtschaftlichkeit.
Man arbeitet mehr. Sieben Tage die Woche.
Versucht jeden Tag, noch besser zu werden.
Noch mehr rauszuholen.
Noch effizienter zu arbeiten.
Und trotzdem kommt irgendwann der Punkt, an dem es nicht mehr reicht.
Wir haben lange durchgehalten.
Haben gekämpft, umgedacht, angepasst.
Haben versucht, Lösungen zu finden, wo es kaum noch Spielraum gab.
Und ja ein Stück weit hofft man immer noch auf ein Wunder.
Darauf, dass sich die Lage vielleicht doch noch verbessert.
Doch diese Entscheidung ist keine spontane.
Sie ist das Ergebnis einer Entwicklung, die viele Betriebe – gerade im Mittelstand – aktuell erleben.
Am Ende trifft es nicht zwangsläufig die Großen.
Sondern Orte wie unseren.
Persönlich geführt.
Mit Herz aufgebaut.
Mit Leidenschaft gelebt.
Orte, die mehr sind als nur ein Geschäft
sondern ein Stück Begegnung, ein Stück Alltag, ein Stück Zuhause für viele.
Wenn sich die Rahmenbedingungen nicht verändern,
werden genau diese Orte immer weniger.
Und dann wird man sich irgendwann fragen,
wo all die kleinen, echten Orte geblieben sind.
Warum alles austauschbar geworden ist.
Warum Persönlichkeit verschwunden ist.
Und genau hier beginnt das eigentliche Problem.
Denn was gerade passiert, ist nicht nur das Ende eines Restaurants.
Es ist das leise Verschwinden von etwas,
das man nicht einfach ersetzen kann.
Für uns endet dieses Kapitel.
Aber vielleicht ist es noch nicht zu spät, gemeinsam etwas zu verändern.