30/10/2018
Iji geszeler, Arkadaszler,
Ich gebe unumwunden zu, daß Ihr schon sehr, sehr lange Zeit nichts mehr von mir gehört habt. Mein aufrichtiges Bedauern hierzu. Nur leider hat die Grausamkeit des Lebens auch vor mir nicht haltgemacht, und mir die große Klappe für ziemlich lange Zeit versiegelt. Nun ist es aber Gottseidank so, daß auch der größte denkbare Schmerz irgendwann einmal nachläßt, und in seinem Gefolge einen Neuanfang versteckt, welchen man zuerst nicht erkennt, dann aber irgendwann dankbar annimmt. Denn wie schrieb Herrmann Hesse einst so schön: "Denn jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben" Übrigens, für die kognitiv minderentwickelten, dieser große Schriftsteller deutscher Sprache wurde beim ersten Auftreten dieser unerträglichen braunen Brut als "entartet" bezeichnet, seine Werke wurden verbrannt und verboten. Wer, wie ich, einen guten Teil seiner Bücher gelesen hat, wird wohl auch ungläubig den Kopf schütteln über soviel Verbohrtheit und Ignoranz. Nun, dazu haben wir dieser Tage wirklich genug Gelegenheit. Da werden einfache Sachen, wie zum Beispiel das Tragen eines Kopftuches zum Politikum gestempelt. Sorry, meine Oma war nun wirklich keine Muslimin, (Allerdings auch eine eher laxe Christin) aber getauft war sie. Ich habe diese herzensliebe Frau, deren Mann wegen Mitgliedschaft in der SPD mitten in der Nacht aus dem Bett geholt wurde, und einige Tage lang die "Gastfreundschaft" der Gestapo genießen durfte, häufiger mit Kopftuch gesehen, als ohne. Dies hatte einen ganz einfachen Grund. Sie hatte Haare bis zum A***h, und keine Lust, sie jeden zweiten Tag zu waschen. Weswegen sie auch diesen typischen "Oma-Dutt" trug. Könnt Ihr euch vorstellen, wie ich geschaut hab, als ich mit 7 Jahren das erste mal ihr volles Haar sah? Seitdem eifere ich ihr nach, haut nur leider nicht so ganz hin. Was wohl auch daran liegt, das Oma stramme 1.58 maß, ich hingegen ein Zwerg von 1,85 bin. Nun, sei es, wie es mag, das ist eine Privatangelegenheit. Was aber gewisse Kreise unserer Bevölkerung daraus machen, finde ich absolut unerträglich. Denn auch ich bin, wie viele progressive Menschen unserer Zeit, der Meinung, daß Vaterlandsliebe, eine völlig überholte Angelegenheit ist. Denn erstens kann nun wirklich niemand etwas dafür, auf welchem Teil dieser beschissenen Welt er geboren wurde, es ist auch niemandes Verdienst, daß zufällig hierzulande ein Spermium schneller war als das andere. Und zweitens sollte es doch wohl auch dem letzten Dorfdeppen mittlerweilen klar sein, daß diese Welt ein Dorf ist. Das wurde mir schon 1978 bewußt, als ich auf einem Spaziergang durch Rimini eine junge Dame traf, mit der ich das Vergnügen hatte, konfirmiert zu werden. Noch einmal: Die sogenannte Globalisierung ist schon lange Wirklichkeit. Die großen Geldschweine dieses Planeten haben daraus schon lange ihren Vorteil gezogen und melken diese Erde wie eine Milchkuh. Nur die kleinen Trottel, allen voran der deutsche Michel, welcher schon aus Tradition brunshaferlblöd ist wie fünf Pfund Brezensalz, will das nicht wahrhaben und igelt sich auf einem Stückchen Land ein, welches es fertiggebracht hat, sich dreißig Jahre lang selbst zu bekriegen, nur um danach noch zwei Weltkriege vom Zaun zu brechen, und sich dann noch zu beschweren, nachdem er den letzten mit Pauken und Trompeten an die Wand fuhr, daß diese bösen, bösen Siegermächte den gefangenen Soldaten nichts zu fressen gaben. Ja, geht´s noch? Das gesamte restliche deutsche Volk mußte hungern, aus welchem verdammten Grund sollte es den Soldaten besser gehen? Weil sie halb Eropa in Schutt und Asche gelegt haben? Weil sie, alleine in Rußland für 17-25 Millionen Tote sorgten? Und sich benommen haben wie die Tiere? Kein Wunder, das diese einfachen Menschen, von denen ein großer Teil nicht lesen und schreiben konnte, mit großer Rachsucht Deutscheland bereisten.
Dabei ist diese Erde ein so großartiger Planet. Ich habe wundervolle Menschen kennengelernt in allen Teilen der Welt die zu bereisen ich die Ehre hatte. natürlich gibt es überall auch A***hlöcher, nur leider beschleicht mich langsam der Verdacht, das unser wirklich wunderschönes Heimatland in Wirklichkeit das Zentrum von A***hlochshausen ist. Leute, es ist allerhöchste Zeit, das wir dieses Gesindel, welches ewiggestrig einfach nicht dazulernen will, in seine Schranken weisen, und es dahin schicken, wo es hingehört. Auf den Schrotthaufen der Geschichte. Punkt. Mehr möchte ich dazu nicht sagen, sonst schweigt des Sängers Höflichkeit .
Jetzt noch eine Anmerkung in eigener Sache. Ich unterschreibe meine kleinen Blogs mit Chefchen, weil ich nie ein Chef sein wollte, und hoffentlich im herkömmlichen Sinne keiner bin und war, sondern eben ein Gleicher unter Gleichen, was meiner tiefen Überzeugung entspricht. Ich bin Demokrat durch und durch, auch, wenn es mir selbst manchmal höllisch wehtut.
Darum unterschreibe ich heute als der, der ich bin, war und immer bleiben werde
Klaus Alfred Maisel
Euer Chefchen
Stets zu Diensten