Schreiberlebniswelt

Schreiberlebniswelt Eintauchen und mehr erfahren über Handschriftkultur und Menschsein.

Kulturspuren der HandschriftHandschrift ist weit mehr als ein Mittel zum Schreiben. Sie ist Kulturgut, Ausdruck der Pers...
19/07/2026

Kulturspuren der Handschrift

Handschrift ist weit mehr als ein Mittel zum Schreiben. Sie ist Kulturgut, Ausdruck der Persönlichkeit, historisches Zeugnis und bis heute Gegenstand wissenschaftlicher Forschung.

Am 29. Mai 2027 lädt der BGGP e. V. in das Schloss Nymphenburg in München zu einem interdisziplinären Kongress ein. Freuen Sie sich auf spannende Vorträge, neue Perspektiven und den Austausch mit Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis.

Ob Graphologie, Schriftvergleichung, Schreibbewegung, Handschriftengeschichte oder forensische Fragestellungen: Gemeinsam werfen wir einen Blick auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Handschrift.

Weitere Informationen finden Sie auf https://www.graphologie.de/handschriftkongress-2027/.

Ein besonderer Neuzugang für das Archiv „HandwritingBiblio“: Die Enkelin von Jakob Böckl, Mitbegründer des Berufsverband...
17/07/2026

Ein besonderer Neuzugang für das Archiv „HandwritingBiblio“: Die Enkelin von Jakob Böckl, Mitbegründer des Berufsverbands Geprüfter Graphologen/Psychologen e. V. (Gründung 1946, in diesem Jahr 80 Jahre) und Gründer der Zeitschrift „Angewandte Graphologie und Charakterkunde“, hat unserem Archiv zahlreiche historische Bücher, Dokumente und originale Handschriften übergeben.

Jakob Böckl begann bereits im Alter von 24 Jahren, sich intensiv mit Graphologie, Schriftvergleichung und Schreibbewegungstherapie zu beschäftigen. Was zunächst als wissenschaftliches Interesse begann, entwickelte sich zu seiner Lebensaufgabe. Über Jahrzehnte prägte er diese drei Disziplinen mit großem Engagement.

Besonders bewegend sind Kinderhandschriften aus dem Jahr 1949. Sie dokumentieren nicht nur die Entwicklung von Schrift, Motorik und Ausdruck, sondern geben zugleich einen eindrucksvollen Einblick in die Lebenswirklichkeit der Nachkriegszeit. So findet sich in einem Weihnachtsaufsatz der schlichte Wunsch eines Kindes nach einem vollen Teller. Ein Satz, der heute unscheinbar wirkt und doch mehr über diese Zeit erzählt als manches Geschichtsbuch.

Mit jeder Schenkung wächst nicht nur unser Archiv, sondern auch die Möglichkeit, die Geschichte der Handschrift, der Graphologie, der Schriftvergleichung und der Schreibbewegungstherapie für kommende Generationen zu bewahren.

Ein herzliches Dankeschön an die Enkelin von Jakob Böckl für dieses Vertrauen und diesen wertvollen Beitrag zur Geschichte der Handschriftforschung und zum Erhalt eines wichtigen Teils der Verbandsgeschichte.

15/07/2026

„Ein Irrtum ist ausgeschlossen, denn das ist die Entscheidung einer Maschine.“ (Hans Jürgen Haug)

Dieser bemerkenswerte Bericht aus einer graphologischen Fachzeitschrift des Jahres 1969 stammt aus unserem Archiv und der Zeitschrift „Angewandte Graphologie und Charakterkunde“. Damals versprach ein Computer, aus Tausenden von Fragebögen den idealen Partner zu finden. Das Ergebnis? Ein denkwürdiges Rendezvous, bei dem zwar die Daten zusammenpassten, die Menschen aber ganz offensichtlich nicht.

Fast 60 Jahre später hat sich die Technik rasant entwickelt. Die Grundidee jedoch kaum.

Auch heute vertrauen viele darauf, dass Algorithmen berechnen können, wer zu wem passt. Sie vergleichen Vorlieben, Interessen und Persönlichkeitsmerkmale und liefern eine statistisch plausible Übereinstimmung.

Aber genügt das wirklich?

Die Handschriftanalyse kann Aspekte sichtbar machen, die ein Fragebogen kaum erfasst: Struktur und individuelle Eigenarten der Persönlichkeit. Nicht mit dem Anspruch, die große Liebe garantieren zu können, sondern als zusätzliche Möglichkeit, einen Menschen in seiner Individualität besser zu verstehen.

Die Frage von 1969 ist deshalb erstaunlich aktuell geblieben: Kann man einen Menschen wirklich berechnen? Oder muss man ihn zuerst verstehen?

Ein Archivfund, der zeigt: Die Technik verändert sich. Die Herausforderungen, Menschen wirklich kennenzulernen und den passenden Partner zu finden, bleiben.

04/06/2026

Handschrift ist mehr als Schreiben.

Im Interview mit Raffaele sprechen wir über Persönlichkeit, Psychologie und die Frage, was unsere Handschrift über uns verraten kann.

Vielen Dank für das spannende Gespräch! Das komplette Interview findet ihr unter diesem Youtube-Link:
https://youtu.be/sQgpcmbdDyA

Handschrift ist mehr als Schreiben.Im Interview mit Raffaele sprechen wir über Persönlichkeit, Psychologie und die Frage...
04/06/2026

Handschrift ist mehr als Schreiben.

Im Interview mit Raffaele sprechen wir über Persönlichkeit, Psychologie und die Frage, was unsere Handschrift über ums selbst aussagen kann.

Vielen Dank für das spannende Gespräch! Das komplette Interview findet ihr hier: https://youtu.be/sQgpcmbdDyA

04/06/2026

Wenn der Eigentümer sein Notizbuch wiedererkennt und vermisst, bitte einfach melden, wir bewahren es in unserem Münchner Handschriftenarchiv auf.




12/04/2026

Über ganz viele Neuzugänge in unserem Münchner freuen wir uns unheimlich Dank Veronika Federa. Nach dem Tod ihres Mannes, Klaus Feder, ein Münchner Psychologe und leidenschaftlicher rund um das Thema Handschrift, hat sie Anfang 2026 kontaktiert und uns über ein halbes Dutzend Kisten mit Büchern und Zeitschriften zum Thema in deutscher und französischer Sprache geschenkt.

Ein besonders prächtiges Exemplar stammt vom Autor Christophe Czwiklitzer und beinhaltet von Malern und Bildhauern. Hieraus einige Handschrift-Impressionen.

Max von Pettenkofer (1818-1901): Kein gebürtiger Münchner, aber einer, der München wissenschaftlich und städtehygienisch...
12/04/2026

Max von Pettenkofer (1818-1901): Kein gebürtiger Münchner, aber einer, der München wissenschaftlich und städtehygienisch stark geprägt hat.

Pettenkofer galt als energisch, selbstbewusst und beharrlich, mit starkem Verantwortungsgefühl für das Gemeinwohl. Hinter der Form zeigt sich also nicht nur Gelehrsamkeit, sondern auch Tatkraft und ein fast kämpferischer Gestaltungsanspruch.

Die amüsante Anekdote dazu: Pettenkofer war so überzeugt von seiner eigenen Choleratheorie, dass er 1892 tatsächlich eine Kultur mit Cholerabakterien trank, um Robert Koch zu widersprechen. Er überlebte den ziemlich irrsinnigen Selbstversuch und wurde damit fast nebenbei zur Legende der Medizingeschichte.





Handschriftanalyse von Mahatma Gandhi, erstellt von Robert Saudek im Jahr 1962, veröffentlicht in der Zeitschrift „Angew...
12/04/2026

Handschriftanalyse von Mahatma Gandhi, erstellt von Robert Saudek im Jahr 1962, veröffentlicht in der Zeitschrift „Angewandte Graphologie und Charakterkunde“.
Aus dem Porträt: Selbstlos, bescheiden, demütig und anspruchslos - Menschen wie Gandhi bräuchte es mehr denn je auf der weltpolitischen Bühne.





11/03/2026

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