02/06/2020
Rassismus. Ausgrenzung. Diskriminierung. Hass. Ein Problem mit vielen Facetten, dass sich in den USA am gewaltsamen Tod von George Floyd durch einen Polizisten offenbart hat. Tausende Menschen gingen im Zuge dessen auf die Straße, um zu demonstrieren. Um auf sich aufmerksam zu machen. Auf das alltägliche Leid, das vor allem Afroamerikaner*innen in den USA ertragen müssen. In Läden nicht bedient zu werden. Nicht in das Restaurant zu können, in dem man gerne essen würde. Im Bus böse angeschaut zu werden. Bei einem Job abgelehnt werden, nur wegen der Hautfarbe, mit der man geboren wurde. Schlechtere Bildungschancen. Keine ausreichende Medizinische Versorgung. Die Angst, bei einer Verkehrskontrolle oder ähnlichem Opfer von Polizeigewalt zu werden. Als Bürger zweiter Klasse zu gelten. Dem Hass täglich ausgeliefert sein.
Es gibt so viele Situationen, bei denen sich Rassismus äußert. Nicht nur in den USA. Auch in unserem Land wirkt das Gift des Rassismus in alle Landesteile und Milieus. Kopftuchträgerinnen werden aus Geschäften weggeschickt, Flüchtlinge werden bedrängt und verfolgt. Das Bundeskriminalamt (BKA) schreibt, dass 2019 im Bereich politisch motivierter rechter Kriminalität 986 Gewalttaten verübt wurden, 7491 im Bereich der Hasskriminalität. Dies sind lediglich die registrierten Fälle und Zahlen, die Dunkelziffer könnte über dieser Zahl liegen. Das alttägliche Gefühl der Ausgrenzung zeigt sich jedoch nicht in diesen Zahlen. Wir möchten also dem Tod von George Floyd gedenken und gleichzeitig mahnen, dass Rassismus auch bei uns in Deutschland leider zum Alltag gehört. Das wollen wir durch unser Handeln bekämpfen.
Nähere Informationen über das Thema Rassismus, sowie zu politisch motivierter Kriminalität findet man auf den Seiten der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) und des BKA:
https://www.bpb.de/politik/grundfragen/rassismus/
https://www.bka.de/DE/UnsereAufgaben/Deliktsbereiche/PMK/PMKrechts/PMKrechts_node.html