Das Haus Heinersdorferstr./ Hildburghauserstr (früher Heinersdorferstr./Marienfelderstr.) Von 1894 bis 1910 wurde das Restaurant unter dem Namen „ Königshöh „ durch den Gastwirt H. Danach wurde das Restaurant unter den Namen „ Zum Mecklenburger „ durch die Wirtin Hildegard Hagen geführt. Aufgrund der politischen Unruhen von links und rechts wurde der Wirtin das Leben schwer gemacht und gab das R
estaurant ab. Am 17.08.1938 übernahm der damalige Kapellmeister und Kunstschütze Quirin Moar (ein echter Ur-Bayer) das Wirtshaus. Bekannt wurde Moar durch seine „Original Oberlandler“ Kapelle, mit der er in Holland, Belgien und sogar in der „Albert Hall“ in London auftrat. 1926 spielte er mit seiner Kapelle in Philadelphia auf der dortigen Weltausstellung mit großem Erfolg. In Berlin wurde er um 1934 bekannt durch viele Frühsendungen des Deutschlandsenders, wo er live mit seiner Kapelle auftrat. In Berlin angekommen hatte er mit den Wirren des Krieges zu kämpfen. Er überstand diese und führte das Wirtshaus nach Ende des Krieges weiter. Das Restaurant wurde durch die amerikanischen Alleierten zu einem Offizierskasino umfunktioniert. Um das Röss´l wurden Bretterwände gestellt um vor den Blicken der Bevölkerung abgeschottet zu sein. Somit war die Existenz gesichert und immer reichlich Essen und auch Getränke vorrätig. Im weiteren Verlauf führte Moar dann das Röss´l selbstständig weiter. Sämtliche Heimatfilme mit Luis Tränker wurden durch Quirin Moar musikalisch in Babelsberg vertont. Er spielte auch in den damals bedeutenden Häusern wie, „Haus Vaterland“ und auch im „Wintergarten“ mit seiner Kapelle. Im Jahr 1961 verstarb Quirin Moar und das Röss´l wurde durch den Fleischermeister und Gastwirt Heinz Gerbsch bis zum Jahr 1996 weitergeführt. Danach wurde das Restaurant durch die Wirtin Angelika Hartmann geleitet. Ab dem 17.08.2008 übernahm dann die jetzige Röss´l Wirtin Diana Fritz das Röss´l und versucht es auch im Sinne des ersten Wirts Quirin Moar zu führen. Die Einrichtung und das Ambiente werden mit hohem Aufwand restauriert und zum Teil auch erneuert. Was geblieben ist, ist das Flair. Es wird darauf geachtet das die Speisen die angeboten werden, bester Qualität sind und das der Service herzlich ist. Aufgrund dieser Geschichte kann man mit Fug und Recht behaupten, das Weiße Röss´l ist Berlins ältestes bayerisches Wirtshaus.