06/02/2015
CHILI AFFICIONADOS___
Ab Frühjahr 2015 - Wechselnde Locations
Der "Scotch Bonnet Dining Club" gibt sich die verschärfte Ehre, seinen Start in Hamburg zu verkünden. Wer sich in der Brutzelhütte in Harburg zu Hause fühlt, mit der Einteilung in Scoville-Grade etwas anfangen kann und vielleicht sogar bei einer der legendären Chililounge-Veranstaltungen in Hamburg dabei war, sollte seinen Terminkalender anwärmen (genaue Termine folgen noch). Dem bewährten und nicht zu verbesserndem Chililounge-Konzept folgt jetzt ein "2.0". Die eine Hälfte der Chililounge-Betreiber (Hamburg-Fan und Herausgeber dieser Seiten) lädt ab Frühjahr in regelmässigen Abständen zu den schärfsten Veranstaltungen, die die Stadt (und wahrscheinlich das Universum;-) kennt.
Nach jahrelangen Koch-Meetings mit mehr und mehr, und noch mehr Freunden wurde irgendwann auch die grösste private Küche zu klein und das Chililounge-Duo Philipp (Autor des Buches: "hot! chili!", Collection Lardon Verlag) und Frank haben sich nach einem neuen und erweiterten Konzept umgesehen. Den Auftakt machte die Alte Mühle in Eppendorf, deren Koch es lustig fand, uns durch die Durchreiche beim Schwitzen zuzusehen. Zugegeben immer noch eine der schärfsten Abende, die die Chililounge erlebt hat.
Danach kamen das Elbe 76, das R&B in der Weidenalle mit Cajun-Küche, der Baseler Hof, das absolut sensationelle Essen im Ni Hao in Wandsbek, und, und, und. Immer nach dem gleichen Konzept: Die Inhaber und Köche eines Restaurants, das wir uns ausgeguckt haben, wurden gefragt, ob sie Lust auf das Thema haben. Und wir haben nie (!) eine Absage bekommen. Dann folgte die Terminvereinbarung und ein Probeessen (manchmal ging es auch ohne).
Wer scharfes (und ich meine: wirklich scharfes!!) Essen liebt, kennt das Problem. Bestellt man scharf, bekommt man Standard, und es wird noch ein Pott Sambal Oelek dazugestellt oder das, in diesem Fall leider unsägliche, Tabasco. Interessant wird es dann, wenn der Koch aussteigt und sagt " Das kann ich nicht mehr essen". Wenn er es dann noch eine Schippe schärfer macht, können wir hoffen, dass es in die richtige Richtung geht.
Um hier gleich einem Missverständnis vorzubeugen: Scharf, und sehr scharf, zu essen bedeutet nicht (!) dass man von dem Essen nichts mehr mitbekommt, nur noch der Mund brennt und der ganze Organismus kurz davor ist, zusammenzubrechen. Und nur noch Milch oder Weissbrot hilft (ich schwöre auf Kakao - den, den man in jedem guten Imbiss bekommt, kalt, in einer Glasflasche).
Scharf kochen, und damit auch essen, bedeutet: Die drei Aggregatszustände einer Chili so zu komponieren, dass die Schärfe eine zusätzliche, aber natürlich ganz entscheidende, Komponente darstellt. Und alle anderen Geschmackskomponenten nicht zugedeckt werden.
Ein großer Dirigent ist, wer die drei Formen in einem Gericht komponieren kann: die frische Frucht, die getrocknete Frucht und das Pulver. Zugegeben, hier ist noch bei allen Köchen viel Luft nach oben. Aber dies zu ändern, ist eine der Missionen des "Scotch Bonnet Dining Clubs"; und natürlich, zusammen Spaß zu haben. Und wir reden über die Würdigung eines hohen Themas und die Leistungen der Köche. Aus diesem Grund ist der "Scotch Bonnet Dining Club" ein Dining Club.
Weit entfernt von jeder Etikette und Steifheit bedeutet scharfes Essen Stil, und deshalb "smart casual clothing". Also Jacket für die Herren. Die Damen können gern dem Thema angepasst aussehen. Und: Die Kleidung muss danach sowieso in die Reinigung.
Warum "Scotch Bonnet"? Die Scotch Bonnet (Wikpedia, engl.) ist eine Zuchtform der (Habanero-) Chili, die überwiegend im karibischen Raum Verwendung findet. Ihre Form ist lustig ("Schottenmütze"), sie sieht aus wie eine gedrückte und geschrumpelte Paprika. Der Name klingt lustig (wer sich für Scotch Single Malt interessiert, kann schon einmal über die Kombination von beidem nachdenken...) - aber: wer sie probiert, sollte wissen, dass es sich um eine der schärfsten Chilisorten handelt (und da ist für viele eben Schluß mit lustig...).
Wie mein Freund Philipp immer sagt: Hot, Hot!!
Wer bei dem Thema schon ganz unruhig wird, kann sich gern per Mail ([email protected]) registieren. Es folgen dann direkte Infos per Mail.
Das Menu hat einen festen Preis, Getränke gehen extra.
Die Anzahl der Teilnehmer ist auf 30 begrenzt.
Scotch Bonnet Dining Club
Chilihead Frank
c/o Hamburg2go