08/07/2026
Japan ist weltweit dafür bekannt, alte und wertvolle Bäume nicht einfach zu fällen, nur weil irgendwo gebaut werden soll.
Stattdessen wird oft versucht, solche Bäume zu retten und an einen neuen Ort zu versetzen.
Dafür arbeiten Spezialisten manchmal monatelang an der Vorbereitung. Die Wurzeln werden vorsichtig zurückgeschnitten, damit sich ein kompakter, starker Wurzelballen bildet. In Japan spielt dabei auch die Vorstellung von gesunden, sichtbaren Wurzeln eine große Rolle — ähnlich wie beim Begriff „Nebari“.
Wenn der Baum bereit ist, wird der Wurzelballen fest mit Stoff, Seilen oder Schutzmaterial umwickelt, damit die Erde nicht auseinanderfällt. Danach heben große Maschinen den Baum vorsichtig an und transportieren ihn an seinen neuen Platz.
Nach dem Einpflanzen ist die Arbeit aber noch nicht vorbei.
Der Baum bekommt oft Stützen, regelmäßige Bewässerung und wird über längere Zeit beobachtet, damit er sich wirklich erholen kann.
In Japan steckt man viel Mühe und Geld in solche Aktionen, besonders wenn ein Baum historisch, kulturell oder ökologisch wichtig ist.
Dort sieht man Bäume nicht nur als Hindernis für Bauprojekte — sondern oft als lebendige Zeugen der Geschichte.