20/12/2025
Hä?
Das steht doch immer auf den Tüten drauf!☕
Viele sprechen von Espressobohnen, als wären es eine eigene Bohnenart.
In meinen Gesprächen im Laden merke ich immer wieder, dass damit etwas anderes gemeint ist. Korrekt ist aber: Espresso ist keine Bohnenart, sondern ein Zubereitungsweg, der bestimmte Eigenschaften braucht, um das Profil zu zeigen, das viele suchen: ein klarer, dichter Geschmack mit wenig Säure und stabilem Körper.☕
Der Begriff 'Espressobohne' hat sich trotzdem eingebürgert. Nicht, weil er fachlich richtig wäre, sondern weil er Orientierung gibt. Wer danach fragt, sucht keinen botanischen Begriff sondern ein Geschmacksbild, das zuverlässig funktioniert, einen Kaffee der im Siebträger stabil extrahiert, wenig Säure zeigt und einen kräftigen Körper hat.☕
In der Röstung bedeutet das eine andere Balance als bei Filterröstungen. Der Kaffee braucht Struktur, Tiefe und eine Süße, die unter Druck nicht verloren geht. Manche Bohnen eignen sich dafür besser, manche weniger und genau deshalb entstehen Röstungen, die ausdrücklich für Espresso(-Zubereitung) gedacht sind, auch wenn sie biologisch identisch zu jeder anderen Bohne sind. Dafür röste ich bestimmte Kaffees so, dass sie als Espresso ihre Stärken entfalten und nicht ins Ungleichgewicht geraten.☕
Das bedeutet jedoch nicht, dass du deinen Kaffee zubereiten musst, wie ich mir das vorstelle: dein Geschmack allein zählt und der Weg der Zubereitung gibt letztendlich dem Kind (sprich dem Resultat in der Tasse) den Namen. ☕
Wenn du wissen möchtest, welcher meiner Kaffees für deine Espressozubereitung am besten passt oder wie sich die einzelnen Röstungen unterscheiden, sprich mich gern hier in Diez in meinem Laden an oder probiere dich durch.
Ich helfe dir dabei, das Profil zu finden, das zu deinem Geschmack und deiner Zubereitungsart passt.☕