21/05/2026
Von Poseidon und Zeus
Als Poseidon eines Abends schlecht gelaunt durch die Ägäis rauschte, schlugen die Wellen höher als sonst. Kein Wunder: Die Nymphen hatten wieder nur Seetang serviert. Da erschien Zeus auf einer Wolke, den Blitz lässig über der Schulter. „Bruder“, sagte er, „du brauchst Abwechslung. Geh zu Costa. Dort beginnt man nicht mit Sturm, sondern mit Vorspeisen.“
Poseidon runzelte die Stirn. „Ich bin der Herr der Meere. Ich esse, was mir gehorcht.“ „Eben“, grinste Zeus. „Dann lass dich einmal bedienen.“ Kurz darauf stand Poseidon vor Costa. Kaum trat er ein, wurde es still. Das Meerwasser tropfte von seinem Bart, sein Dreizack funkelte, und irgendwo klapperte ehrfürchtig ein Teller.
Costa aber lächelte nur. „Willkommen, großer Poseidon. Zuerst etwas Leichtes? Salat, gegrilltes Gemüse, Oliven, Feta?“ Poseidon wollte widersprechen, doch der Duft von Kräutern, Zitrone und warmem Brot beruhigte sogar seine Gezeiten.
Er probierte. Dann nickte er langsam.
„Das ist kein Vorspiel“, murmelte er. „Das ist ein sanfter Wellengang.“ Erst danach kam Fisch, frisch, würzig, königlich. Poseidon hob den Dreizack zum Gruß. „Zeus hatte recht“, sagte er. „Wer gut speisen will, beginnt nicht mit Donner. Sondern mit Costa.“
Costas Taverna
Hahnweg 1
96450 Coburg
09561 / 7 58 32.