30/08/2026
💔 ICH FRAGE MICH: WIE LANGE SOLLEN WIR KLEINEN SELBSTSTÄNDIGEN NOCH DURCHHALTEN?
Ich bin Gastronomin.
Ich habe mich getraut, meinen eigenen Betrieb aufzubauen.
Ich habe investiert.
Ich habe gearbeitet.
Ich habe Verantwortung übernommen.
Ich beschäftige Menschen.
Ich zahle Miete, Löhne, Waren, Strom, Versicherungen, Steuern und unzählige andere Kosten.
Und trotzdem fühlt man sich als kleiner Selbstständiger manchmal so, als würde man von der Politik vergessen.
Denn wenn man Hilfe braucht, beginnt das Problem.
Dann hört man:
„Ihr Umsatz ist zu niedrig.“
„Sie haben nicht genügend Sicherheiten.“
„Die Bonität reicht nicht aus.“
„Die Bank kann das Risiko nicht übernehmen.“
Aber mal ehrlich:
Wofür gibt es dann eigentlich Förderprogramme für Gründer und kleine Unternehmen?
Wenn ich bereits ein Haus, große Rücklagen und genügend Vermögen hätte, bräuchte ich viele dieser Hilfen doch gar nicht!
Ich brauche Unterstützung gerade weil ich nicht über solche Sicherheiten verfüge.
Und genau hier liegt für mich der größte Widerspruch.
Wir werden ständig aufgefordert:
👉 Macht euch selbstständig.
👉 Gründet Unternehmen.
👉 Schafft Arbeitsplätze.
👉 Übernehmt Verantwortung.
👉 Seid innovativ.
👉 Baut etwas auf.
Das habe ich gemacht.
Aber wenn es dann wirtschaftlich schwieriger wird und man eine Finanzierung braucht, wird aus dem Mut plötzlich ein Risiko.
Dann zählt plötzlich nicht mehr nur die Idee.
Nicht die Erfahrung.
Nicht die bisherigen Umsätze.
Nicht die Arbeitsplätze.
Nicht die Bereitschaft, selbst jeden Tag dafür zu kämpfen.
Sondern vor allem:
„Welche Sicherheiten können Sie vorweisen?“
Was soll ein kleiner Unternehmer darauf antworten?
„Leider keine Immobilie.“
„Leider keine großen Rücklagen.“
„Aber ich habe einen funktionierenden Betrieb und ich kämpfe jeden Tag dafür.“
Reicht das heute nicht mehr?
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Die Gastronomie steht enorm unter Druck.
Lebensmittel werden teurer.
Energie wird teurer.
Personal wird teurer.
Versicherungen und Gebühren steigen.
Die Bürokratie wird immer mehr.
Und gleichzeitig können wir unsere Preise nicht einfach verdoppeln.
Denn unsere Gäste haben ebenfalls weniger Geld in der Tasche.
Wir sitzen zwischen allen Stühlen.
Und irgendwann ist die Luft raus.
Nicht weil wir nicht arbeiten wollen.
Nicht weil wir schlechte Unternehmer sind.
Sondern weil die Belastung immer größer wird.
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Herr Bundeskanzler Friedrich Merz,
ich schreibe das nicht, weil ich etwas geschenkt haben möchte.
Ich möchte kein Geld geschenkt bekommen.
Ich möchte eine faire Chance.
Ich möchte einen Kredit, den ich zurückzahlen kann.
Ich möchte ein System, das nicht nur denjenigen hilft, die bereits alles besitzen.
Ich möchte, dass ein kleiner Betrieb auch dann eine Chance auf Finanzierung bekommt, wenn keine Immobilie als Sicherheit vorhanden ist.
Ich möchte, dass die Zukunft eines Unternehmens genauso betrachtet wird wie seine Vergangenheit.
Und ich möchte, dass Hilfe ankommt, bevor ein Betrieb schließen muss.
Denn wenn ein Café, ein Restaurant, ein Handwerksbetrieb oder ein kleiner Laden erst einmal geschlossen ist, ist es zu spät.
Dann sind Arbeitsplätze weg.
Dann stehen Menschen vor dem Nichts.
Dann sind jahrelange Existenzen zerstört.
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Wir kleinen Selbstständigen sind keine Zahlen auf einem Papier.
Wir sind Menschen.
Wir stehen morgens auf.
Wir arbeiten, während andere Feierabend haben.
Wir machen Urlaub oft nur, wenn es überhaupt möglich ist.
Wir tragen das Risiko selbst.
Wir kämpfen für unsere Mitarbeiter.
Wir kämpfen für unsere Betriebe.
Und manchmal kämpfen wir einfach nur darum, weiter machen zu können.
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Deshalb meine Bitte an die Bundesregierung:
Schaut endlich genauer hin.
Schafft echte Finanzierungsmöglichkeiten für kleine Selbstständige ohne große Sicherheiten.
Übernehmt mehr Risiko, wenn ein Betrieb wirtschaftlich tragfähig ist.
Vereinfacht Förderanträge.
Baut Bürokratie ab.
Und bewertet nicht nur das, was gestern auf dem Konto stand.
Schaut auch darauf, was ein Unternehmer morgen schaffen kann.
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Denn Deutschland braucht nicht nur große Konzerne.
Deutschland braucht die kleinen Cafés.
Die Restaurants.
Die Handwerker.
Die kleinen Geschäfte.
Die Familienbetriebe.
Die Menschen, die den Mut haben, ihr eigenes Unternehmen aufzubauen.
Wir wollen keine Almosen.
Wir wollen eine Chance.
Und manchmal ist genau diese Chance der Unterschied zwischen:
„Ich gebe auf.“
und
„Ich kämpfe weiter.“
🇩🇪 Bitte teilen, wenn ihr selbstständig seid oder jemanden kennt, der jeden Tag für seinen kleinen Betrieb kämpft.
Vielleicht wird dieser Beitrag irgendwann dort gelesen, wo Entscheidungen getroffen werden.
Denn hinter jedem kleinen Unternehmen steckt ein Mensch.
Und hinter jedem Menschen steckt eine Geschichte.
Ich möchte meine Geschichte noch nicht beenden.
Ich möchte weitermachen. ❤️
Ingrid Lafleur
Inhaberin Café LaFleur
Burgkunstadt