27/09/2026
Es wird kühler und die Tage kürzer, es wird Zeit für einen gute Schüssel Kak’ik!. Trespassers und Guatemala en Berlín laden euch ein, mit uns einen authentischen Kak'ik zu genießen, zubereitet wie es die Tradition verlangt: mit seiner kräftigen roten Brühe, Truthahn, Reis und tamalitos de masa und diesem Geschmack, der uns ein kleines Stück Guatemala fühlen lässt, auch wenn wir weit weg sind.
Kommt mit der Familie, mit Freunden oder mit jedem, der Lust auf einen guten Kak'ik hat. Wir freuen uns sehr auf euren Besuch!
Portion 14.50€ // Sonnabend 3.10. ab 16 Uhr.
Wir erbitten Reservierung bis spätestens 2 Tage vorher.
Für Alle, welche sich wundern was ein Kak’ik ist:
Der Kak’ik (oder Kaq’ik) ist eine herzhafte, rote Truthahnsuppe der Q’eqchi’-Maya aus Alta und Baja Verapaz – eines der älteren Gerichte Guatemalas. Der Name bedeutet auf Q’eqchi’ „rot“ („kaq“) und „scharf/Hitze“ („ik’“) – passend zu diesem würzigen Genuss. Als Zeichen lebendiger Tradition wurde er 2007 zum immateriellen Kulturerbe ernannt.
Entstanden zwischen dem 9. und frühen 16. Jahrhundert (spät- und postklassische Maya-Zeit), speisten sich die Q’eqchi’ damals von Mais, Bohnen, Kürbis, Wildpflanzen, Chilis und dem Truthahn – der Hauptquelle für das spätere Gericht. Ursprünglich war der Kak’ik kein alltäglicher Leckerbissen, sondern ein besonderes Gericht für Zeremonien und Erntefeste; seine rote Farbe trägt eine schöne, alte Symbolik.
Das ursprüngliche Rezept bestand nur aus mesoamerikanischen Zutaten: Truthahn, Achiote (für das kräftige Rot), Samat (Culantro), Chilis, Salz, Wasser sowie Tomaten und Tomatillos – letztere wohl schon früh dabei.
Seit der spanischen Eroberung Guatemalas ab 1524 hat sich die Küche verändert – doch der Kak’ik blieb seiner Maya-Tradition treu. Zutaten wie Zwiebeln, Knoblauch, Minze, Koriander und Frühlingszwiebeln kamen dazu, ohne das Rezept zu verändern – ein schönes Beispiel für kulturelle Vermischung.
Nach der Unabhängigkeit 1821 blieb der Kak’ik in den ländlichen Verapaces ein echtes Herzstück: Frauen gaben das Rezept von Generation zu Generation weiter. Tomaten und Miltomaten wurden auf dem Comal geröstet, Gewürze auf dem Metate gemahlen und der Truthahn ganz langsam gegart – so entstand der wunderbare Geschmack und die tiefe Verbindung zur Q’eqchi’-Kultur.
Im 20. Jahrhundert wurde der Kak’ik zum Symbol der guatemaltekischen Küche – besonders durch Cobán (Alta Verapaz). Regionale Varianten nutzen zusätzliche Gewürze und Chilis, vor allem den aromatischen Chile Cobanero; geröstete Chilis wie Chile Guaque oder Chile Pasa sorgen für noch mehr Tiefe. Traditionell wird er mit weißem Reis, Pochitos (kleinen weißen Maistamales) und Chile Cobanero serviert – ein echtes Geschmackserlebnis!
Am 7. November 2007 hat das guatemaltekische Kulturministerium Kak’ik zusammen mit Pepián, Jocón und Plátanos en Mole als immaterielles Kulturerbe ausgezeichnet – mit viel Liebe zu den Rezepten, traditionellen Techniken, dem gemeinsamen Kochen und dem Wissen, das von Generation zu Generation weitergegeben wird.
Ob traditionell oder modern: Kak’ik basiert auf der Q’eqchi’-Tradition mit Truthahn, Achiote, Samat, gerösteten Tomaten, Miltomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Minze, Koriander und Frühlingszwiebeln. Moderne Varianten bringen zusätzlich Pepitoria, Sesam, Paprika oder Chilis ins Spiel. Trotz kleiner Änderungen bleibt das Gericht mit seiner Mischung aus Truthahn, Achiote und Samat ein echtes Symbol der lebendigen Maya-Küche.