11/08/2026
FESTE FEIERN!
Der Koch und seine Zunftwirtschaft sind bereit für Feste, Familienfeiern, Vereinstreffen und Workshops aller Art.
Aber bitte mit Sahne!
Jetzt hat der Sommer seinen Höhepunkt erreicht. Mit den Schuleinführungen gibt es einen Frühstart für viel Feierei in den kommenden Monaten.
Als der Koch und die eifrige Frau Fuchs in den 70er Jahren in Brandenburg und Thüringen in der DDR in die Schule kamen, war das schon der Anlass für große Familienfeiern. Das Fest fand traditionell an einem Samstag statt, denn im Osten war auch der Samstag ein Schultag. Die Großmütter zauberten die besten Torten und Blechkuchen mit den Früchten des Sommers. Da hat unser Koch schon viel Gutes gelernt!
Und frische Sahne gab es dazu! Die war damals noch aufgerahmt. H-Sahne oder fettarme Produkte gab es nicht in den Küchen der Großmütter. Was Udo Jürgens als Inbegriff der Spießigkeit besang (Aber bitte mit Sahne), galt in einer anderen Welt als kulinarischer Hochgenuß.
Machen wir mal weiter mit dem kleinen kulturgeschichtlichen Exkurs, denn das Traditionelle spielt für den Koch und die eifrige Frau Fuchs in der Zunftwirtschaft stets und ständig eine große Rolle:
Für die ABC-Schützen startete der Schulanfang mit einer Feierstunde in der Schule. Anschließend ging es zu ausgiebigen Familienfeiern, Kaffeetafeln, ausufernden Abendessen, Musik und Tanz. Die ganze Familie nebst Freunden aus Kindertagen kam zusammen.
Historisch gab es diese großen Schulanfangsfeste im protestantischen Osten schon lange vor der DDR-Zeit — eine evangelische Geschichte. Da die Kirche in der DDR sehr kleingehalten wurde, entwickelten sich die Feiern im Familienkreis, mit Freunden und auch zu Kinderfesten weiter, in der Größe von Hochzeitsfesten.
Ganz, ganz wichtig waren dabei große (85 cm), sechseckige Zuckertüten, gefüllt mit Süßigkeiten und Schreibutensilien. Meist wurden von Omas und Tanten sogar noch weitere kleinere Tüten verschenkt.
Laut Überlieferung haben auch Zuckertüten ihren historischen Ursprung in Sachsen/Thüringen im 19. Jahrhundert. Belege dafür gibt es sogar aus Jena, wo die eifrige Frau Fuchs aufgewachsen ist. Die Zuckertüten sollten den Schulanfängern den "Ernst des Lebens", der jetzt begann, spielerisch versüßen. Von Lehrern übergeben, wollten sie Vertrauen schaffen.
Nun heißt es ja, die Feste sollen gefeiert werden, wie sie fallen. Aber am schönsten ist es doch, sie zu feiern, wie sie Freude machen.
In diesem Sinne steht unser Koch in der Zunftwirtschaft bereit für alle ihre Feierlichkeiten – relativ gleich, ob mit Zucker, aufgerahmt, zünftig, herzhaft, süffig, regional oder spezial. Er wird etwas machen, worauf Sie vertrauen und mit Ihren kleinen und großen Gästen fröhlich genießen können!
Und mit Sahne, jedenfalls im übertragenen Sinne!
Text & Bild: Juliane Fuchs
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