20/09/2026
Heute ist Weltkindertag. Gilt er auch für Kinder auf der Flucht?
Viele geflüchtete Kinder haben hinter sich, was kein Kind erleben sollte: Monate, oft sogar Jahre der Flucht. Sie kommen in Deutschland an mit der Hoffnung auf Sicherheit und darauf, dass ihre Rechte gelten.
Bei uns im Café International sind sie zu Hause. Deshalb wissen wir, wie die Realität dann aussieht:
🏠 Zuerst 3–6 Monate in der Erstaufnahmeeinrichtung
🏠 Dann in kommunale Unterkünfte: große Gemeinschaftsunterkünfte, in denen eine Familie oft in einem Zimmer lebt, oder dezentrale Unterkünfte auf dem Land, oft in Häusern, in denen häufig sonst niemand wohnen möchte.
🏠 Ausgestattet mit dem Nötigsten: Betten, Stühle, Tisch, Schrank. Eine Spielecke, oder Schreibtische, wie wir sie für unsere Kinder selbstverständlich finden? Fehlanzeige.
Und das oft jahrelang. Asylverfahren dauern lange, und auch nach einem erfolgreichen Verfahren finden wir für diese Familien oft keine Wohnung.
Wo bleiben da die Integrationschancen? Diese Kinder können niemanden zu sich einladen und keinen Kindergeburtstag feiern, weil andere Eltern ihre Kinder nicht in diese Unterkünfte lassen.
Die Hoffnung dieser Kinder ist kein Gnadenakt. Die UN-Kinderrechtskonvention verlangt, dass das Wohl des Kindes bei allen staatlichen Entscheidungen vorrangig berücksichtigt wird. Dazu gehören Bildung, Gesundheitsversorgung, Schutz, Spiel, Entwicklung und gesellschaftliche Teilhabe.
Darum ist unser Café ein geschützter Raum für Kinder, mit Spielbereichen und Garten, ein sicherer Ort, an dem Familien einander begegnen können.
Wir arbeiten an der Umsetzung der Agenda 2030. Ihr Leitsatz lautet: Niemanden zurücklassen. Auch nicht Kinder auf der Flucht. Es geht um gleiche Lebensverhältnisse für alle. Menschenrechte sind unteilbar. Kinderrechte sind global und müssen auch bei uns gelten.
Integration CaféInternational Büchenbeuren