16/01/2025
Maul- und Klauenseuche: Eine ernste Bedrohung
Am 10. Januar erschütterte eine Nachricht die landwirtschaftliche Fachwelt: In einer Wasserbüffelherde im Landkreis Märkisch-Oderland wurde das Maul- und Klauenseuchevirus nachgewiesen. Drei Tiere waren bereits verendet.
Seit 1988 galt Deutschland als MKS-frei - doch dieser Vorfall zeigt, wie gefährlich die Krankheit weiterhin ist.
Die Maul- und Klauenseuche ist eine der verheerendsten Tierseuchen. Sie betrifft alle Paarhufer wie Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen, Wildtiere und Exoten wie Kamele oder Giraffen.
Das Virus ist hoch ansteckend und wird über direkten Kontakt, Futter, Wasser, Ausscheidungen, kontaminierte Materialien und sogar durch die Luft übertragen. Auch Menschen können das Virus durch Kleidung oder Schuhe verbreiten, ebenso wie Wildtiere oder Insekten.
Einmal infiziert, zeigen Tiere oft folgende Symptome:
Bläschen und Entzündungen an Maul, Klauen und Eutern
& Hohe Fieberwerte
# Schwäche, Apathie und starke Schmerzen
Die Sterblichkeit hängt von Alter, Kondition und Haltung der Tiere ab. Noch symptomlose Tiere können das Virus weitertragen, was die Eindämmung erschwert.
Besonders drastisch sind die gesetzlichen Maßnahmen: Wird MKS festgestellt, müssen alle Paarhufer im Umkreis von 1 km gekeult werden. Das geschieht, um die rasche Ausbreitung zu verhindern und größere wirtschaftliche Schäden zu vermeiden.
Eine Impfung wäre theoretisch möglich, ist in Deutschland jedoch seit 1991 nicht mehr erlaubt, um den MKS-freien Status zu bewahren. Dabei bleibt ungeklärt, ob geimpfte Tiere das Virus weitergeben könnten.
Als Landwirtin und Tierhalterin mit Rindern, Schafen und Schweinen finde ich es unerlässlich, die Gefahr der Maul- und Klauenseuche ernst zu nehmen und alles zu tun, um unsere Tiere zu schützen.
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