22/09/2025
https://www.tagesschau.de/wissen/gesundheit/kaffee-mythen-100.html
Ich möchte Euch auf diesen interessanten Artikel auf tagesschau.de aufmerksam machen. Die Angaben zum Umweltschaden sind allerdings so nicht zu generalisieren. Der Wasserverbrauch ist bei uns auf der Finca La Esmeralda quasi null, weil wir den Kaffee nur "halb waschen", d.h. mit sehr wenig Wasser. Das dabei entstehende Fruchtwasser schöpfen wir teilweise ab, mischen es mit Aktivkohle unserem Kompost bei. Das Restwasser wird in unserer eigenen Bio-Kläranlage gereinigt und sauber wieder in den Bach zurückgeführt. Beim Natural geschieht die Verarbeitung sogar komplett ohne Wasserverbrauch. Außerdem schützen wir durch unsere vielen Schatten- und Waldbäume die Wasserressourcen. Zusätzliche Anbaufläche für Kaffee erreichen wir ausschließlich durch die Regeneration ehemaliger Rinderweiden. Indem wir Leguminosen, also stickstoffbindende Schattenbäume anpflanzen, benötigen wir mittlerweile keinerlei zusätzlichen Dünger mehr. Der Blatt- und Astabwurf dieser Bäume genügt, um einen wunderbar fruchtbaren Humus zu erzeugen. Insektizide, Herbizide, Fungizide kommen bei uns ohnehin nicht zum Einsatz.
Man kann also mit gutem Recht sagen: unser Kaffeeanbau ist nicht nur umweltschonend, er leistet sogar einen aktiven Beitrag zur CO2-Reduktion, zum Gewässerschutz und zur Anreicherung der Biodiversität. Deshalb ist meine Farm als Naturreservat anerkannt worden. Mit unserer Baumschule helfen wir auch anderen Farmen, auf diesen umweltschonenden Anbau umzusteigen.
Ihr könnt also Café Río Lejos mit sehr gutem Umweltgewissen trinken und Euch ganz auf Eure Gesundheit, seinen guten Geschmack und einen anregenden Genuss konzentrieren!
Macht die Nachfrage den Kaffee gerade so teuer? Ist der Anbau wirklich schlecht für die Umwelt? Und ist Kaffeekonsum nun gesund oder ungesund? Die Mythen rund ums Getränk im Check. Von Yasmin Appelhans.