10/08/2015
Aus Cucina e Libri wird Osteria Candosin – cucina e libri vegetariani
Das seit zehn Jahren bestehende Restaurant Cucina e Libri an der Fröhlichstrasse 39 im Zürcher Seefeld startet ab dem 2. September mit einem neuen Konzept: Von Mittwoch bis Samstag biete ich jeweils abends ab 19.00 Uhr ein auf vier Gänge ausgelegtes vegetarisches Menü an, das sich aus dem reichen Fundus der italienischen Küche bedient.
Das Menü setzt sich aus dem zusammen, was auf dem Markt erhältlich ist. Angeliefert wird das Gemüse aus Apulien und anderen Regionen Italiens; auch die Milchprodukte stammen vorzugsweise aus dem Süden Italiens. Wenn möglich, werden biologische Produkte eingesetzt.
Die italienische Küche ist die einzige Weltküche, die über Jahrhunderte und bis in die Gegenwart hinein einen Schatz an Gerichten entwickelt und gepflegt hat, in dessen Mittelpunkt stets ein Gemüse in zahlreichen Varianten steht. Diesen Schatz zu heben und ihn anzubieten, ist mir eine Herzenssache geworden.
Wir geben uns aber nicht stur». Den zahlreichen Gästen zuliebe werden die «Ravioli Nonna Maria», nach einem Rezept von meiner Grossmutter, weiterhin im Angebot stehen und können als Zwischengang geordert werden. Das Geflügel und die Eier für die Füllung dazu stammen vom Demeter-Bauernhof Looren bei Hombrechtikon.
An der Inneneinrichtung des Restaurants wurden geringe Retuschen vorgenommen. Nach wie vor dürfen die Gäste das nun vorwiegend aus prominent ausgestellten vegetarischen Kochbüchern bestehende Buchangebot in die Hände nehmen, prüfen – und gerne auch kaufen. Ebenso die Bücher des Inhabers («La Cucina Verde» und «La Cucina Dolce», beide Verlag Jacoby & Stuart) sowie die Titel des hauseigenen Verlags, der Edition Cucina e Libri.
Osteria Candosin – und warum?
Mit 20‘000 Einwohnern ist die Stadt Oderzo – übrigens ein archäologisches Juwel – in der Provinz Treviso, Region Veneto, eine traditionell eher rurale Kleinstadt geblieben. Sie ist der Geburtsort meiner Mutter Antonietta Candosin, die bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs dort gelebt hat, bevor sie in Zürich eine Arbeit fand und 1949 Giuseppe Bernasconi heiratete. Der neue Name ist eine Reverenz an ihr Leben hier und dort und eine Form der Rückeroberung, auch kulinarischer Natur.
Ich freue mich auf Ihren/Euren Besuch
Carlo Bernasconi