12/07/2026
«Habt ihr es nicht mehr nötig?»
Diese Frage hat uns kürzlich ein enttäuschter Gast gestellt, nachdem wir seine Reservation nicht mehr annehmen konnten.
Eine berechtigte Frage – und gleichzeitig eine gute Gelegenheit, zu erläutern, was wir mit «Kapazitätsgrenze erreicht» eigentlich meinen.
Viele denken dabei zuerst an die Sitzplätze.
Doch die Wahrheit beginnt bereits viel früher.
Unsere Küche verfügt über eine bestimmte Anzahl Kochfelder, Öfen, Kühlschubladen und Arbeitsflächen. Unsere Lager sind nicht unendlich gross, auch die Getränkekeller füllen sich nicht von selbst und irgendwann ist selbst unser grosser Parkplatz vollständig belegt.
Und das Wichtigste:
Unsere Mitarbeitenden sollen trotz vollem Haus noch Zeit haben für ein freundliches Gespräch, eine Weinempfehlung und die bestellten Gerichte sollten ja auch in vertretbarer Zeit am Tisch erscheinen. Zudem darf man das Lächeln nicht vergessen.
Natürlich könnten wir versuchen, noch mehr Gäste anzunehmen. Doch dann müssten wir Abstriche bei Qualität, unserem Service und beim Erlebnis machen.
Und genau das möchten wir nicht. Denn der Roggen soll bekannt sein für Genuss, Gemütlichkeit und Gastfreundschaft.
Meine Grossmutter sagte früher oft:
«Jedem Menschen recht getan ist eine Kunst, die niemand kann.»
Dieser Satz begleitet unsere Familie bis heute.
Wenn wir Ihnen, liebe Gäste also mitteilen, dass wir ausgebucht sind oder unsere Kapazitätsgrenze erreicht haben, dann nicht, weil wir niemanden mehr empfangen möchten.
Sondern weil wir den Gästen, die bereits bei uns sind, die Aufmerksamkeit schenken möchten, die sie verdienen.
Von Herzen danke für euer Verständnis, eure Geduld und eure Wertschätzung.
Sie bedeuten unserem ganzen Team mehr, als Sie vielleicht denken.👩🍳❤