29/07/2025
Das Bergrestaurant Hungerberg in der Gemeinde Obergoms soll saniert werden. Das Gebäude stammt
aus den 1960er-Jahren und wurde über die Jahrzehnte punktuell unterhalten. Inzwischen erfüllt es
jedoch nicht mehr die heutigen Anforderungen an Sicherheit und baulichen Zustand. Bei ausbleibender
Sanierung steht die definitive Schliessung im Raum.
Gemeindepräsident Patric Zimmermann sagt: «Das Restaurant Hungerberg ist ein wunderschöner
Aussichtspunkt.» Für die Gemeinde sei es wichtig, das Restaurant zu sanieren und aufzuwerten.
Geplant sind verschiedene bauliche Massnahmen: Die Fundamente sollen gesichert, das Dach ersetzt
und die bergseitige Wand verstärkt werden. Auch die sanitären Anlagen sollen erneuert und die
Raumaufteilung angepasst werden. Im Gastraum ist eine gestalterische Aufwertung vorgesehen.
Zimmermann sagt: «Das Gebäude kam mit der Zeit in die Jahre. Nun müssen Sanierungsarbeiten
durchgeführt werden, damit es auch in Zukunft gut genutzt werden kann.» Die Sanierungsmassnahmen
sollen diesen Herbst beginnen. «Das Ziel ist es, die Arbeiten vor Beginn der Wintersaison, vor Ende
November, abzuschliessen.»
Hinter dem Projekt steht der Verein Pro Hungerberg in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Obergoms.
Der Verein setzt sich seit Jahren für den Erhalt des Restaurants ein. Bereits seit der Stilllegung der
Sesselbahn im Jahr 2009 wurde das Angebot in ehrenamtlicher Arbeit weitergeführt.
In Zusammenarbeit mit der Raiffeisenbank wurde ein Spendenaufruf gestartet. Mit dem angestrebten
Mindestbetrag von 40’000 Franken sollen die nötigsten baulichen Massnahmen umgesetzt werden,
darunter die Erneuerung der sanitären Anlagen (10’000 Franken) und des Dachs (30’000 Franken). Mit
einem Gesamtbetrag von 95’000 Franken könnten auch weitere Arbeiten im Innenraum finanziert
werden, etwa neue Küchengeräte, ein Holzofen, Beleuchtung, Bodenbeläge und Möblierung. Mittlerweile
sind bereits über 40’000 Franken zusammengekommen.
Zimmermann sagt: «Wir gehen von Gesamtkosten von 700’000 Franken aus.» Die Bevölkerung habe in
den letzten Wochen eine riesige Solidarität gezeigt. «Von Menschen aus der Region oder
Zweitwohnungsbesitzern haben wir sehr namhafte Beträge erhalten.» Somit würden sich auch die
Restkosten für die Gemeinde verringern. «Wir gingen zuerst von 400’000 Franken Restkosten aus, doch
aufgrund der Spenden wird der Betrag tiefer ausfallen. Das ist wirklich fantastisch, wie die Leute dieses
Projekt unterstützen.»
Gemäss Projektbeschreibung könnte das sanierte Restaurant künftig auch besser für kleinere
Veranstaltungen genutzt werden. Die Anpassung der Raumaufteilung soll dazu den nötigen Platz
schaffen. Zimmermann sagt: «Der Innenraum des Restaurants wird sich sicherlich verändern.» Bisher
habe das Restaurant Hungerberg vor allem mit der Aussenterrasse bei gutem Wetter gepunktet, nun soll
auch der Innenraum aufgewertet werden.
Mit Blick auf die Eröffnung des neuen hochalpinen Furka-Biketrails erhoffen sich die Verantwortlichen
auch eine steigende Frequenz von Besuchenden. Der Hungerberg könnte dabei als Zwischenstation
dienen. Zimmermann sagt: «Nach der Sanierung kann man das Restaurant sicher besser nutzen.» Im
Gemeinderat seien bereits Ideen entstanden, die Rede ist von einer Machbarkeitsstudie für eine
selbstfahrende Bahn. «Wir wollen den Hungerberg noch intensiver bespielen und den Gästen aus nah
und fern näherbringen.»