15/09/2026
Sonntag, 20.09.2026, 15:00 Uhr:
„Liebste, beste Constanze"
Heiteres Singspiel mit Briefen & Musik von W. A. Mozart. Irina Lopinsky, Sopran, Nana Masutani, Klavier
Karten unter 0650 5752066 oder www.schloss-albeck.at
Ein außergewöhnlicher Abend erwartet Musik- und Theaterliebhaber: In der Aufführung des Theaterstückes „Liebste, beste Constanze!“ begegnen wir Constanze Mozart – einmal als junge Ehefrau an der Seite des berühmten Komponisten im Wien von 1791, und später als reflektierende Witwe im Jahr 1809. Mit Humor, Wärme und Musik entführt sie das Publikum in die Welt der Briefe, Anekdoten und Arien. Ein berührendes Porträt einer starken Frau, die mehr war als „nur“ die Gattin Mozarts. In der Rolle der Constanze brilliert die vielseitige Sängerin Irina Lopinsky, am Klavier begleitet von Nana Masutani.
„Liebste, beste Constanze!“ Ein heiterer Mozart-Abend
Am Anfang stand die Idee, zum heurigen Mozart-Jahr (270. Geburtstag) einen Konzertabend mit Arien und Briefen Mozarts zu gestalten. Daraus wurde ein Ein-Personen-Stück mit Witz, Wärme und Musik, das das Leben Mozarts aus der Sicht seiner Frau Constanze erzählt. Anhand der zahlreichen Briefe Mozarts und anderer historischer Quellen zeichnet das Stück auch ein Bild der damaligen Zeit, und zeigt wie Constanze (im 1. Akt zu Lebzeiten Mozarts, nämlich kurz nach der Uraufführung der “Zauberflöte”, im 2. Akt Jahre nach Mozarts Tod) den Alltag meistert. Ein ebenso berührender wie unterhaltsamer Blick auf eine oft unterschätzte Frau an der Seite eines Genies. Das klingt ernst, ist es aber nicht immer, denn mit dem Ernst ist es natürlich vorbei, wenn man nicht über Mozart spricht, sondern Mozart sprechen läßt. Nämlich durch seine oft spaßigen Briefe, vor allem die ausgelassenen „Bäsle-Briefe“, die Mozart an seine Cousine Anna Maria Thekla schrieb. Aus der Fülle dieses Materials – überliefert sind ja auch unzählige Briefe aus Constanzes Hand – mußte eine kleine Auswahl getroffen werden.
Den Rahmen gibt die historische Tatsache, daß Mozarts „liebstes, bestes Weibchen“ Constanze auch Sängerin war und damit oft die erste, die die gerade komponierten Sopranpartien zur Probe durchsingen sollte. Nach dem Tod ihres Gatten wiederum sorgte sie gewinnbringend für die Pflege seines Andenkens, indem sie seine Werke Stück für Stück dem Leipziger Verlagshaus Breitkopf & Härtel verkaufte. Der 2. Akt spielt daher kurz vor Constanzes Abreise (1810) nach Kopenhagen, wohin sie ihrem zweiten Mann, dem dänischen Diplomaten Nikolaus Nissen, folgt. In diese Darstellung sind Arien und Lieder verwoben (einige bekannte, einige selten gespielte), die die ernste und die heitere Seite Mozarts zeigen. Die „kleine Nachmusik“ kommt dabei sogar mit neuem Text auf die Bühne (Mozart möge es verzeihen, hoffen wir).
Irina Lopinsky ist eine vielseitige Sängerin, Schauspielerin und Gesangspädagogin aus Kärnten. Ihre klassische Ausbildung (Schwerpunkt Operngesang sowie Alte Musik u.a. in Nürnberg bei Maria de Francesca, internationale Meisterkurse u. a. mit Christa Ludwig und Mirella Freni) nutzt sie nicht nur konzertant, sondern auch als Schauspielerin in Bühnenproduktionen (Neue Bühne Villach, Heunburg-Theater, CCB-Projekt Bleiburg). Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit lehrt sie seit vielen Jahren als Gesangslehrerin und leitet jeden Sommer einen Musicalworkshop für Kinder.
In der Rolle der Konstanze Mozart präsentiert sie sich in der Uraufführung von „Liebste, beste Constanze!“ als starke Bühnenpersönlichkeit – mit Stimme, Spielfreude und einem feinen Gespür für historische wie menschliche Nuancen.
Am Klavier begleitet Nana Masutani. Studium in Tokyo und Wien, Gewinnerin zahlreicher Wettbewerbe. Heute lehrt sie als Klassenkorrepetitorin an der Universität für darstellende Kunst, Wien. Daneben rege Konzerttätigkeit.