Wettercafe

Wettercafe WETTERCAFE Meteorologie und alpine Klimatologie im Rahmen einer urbanen Gastronomie. Diplom 2002, Schwerpunkte Synoptik und alpine Klimatologie.

Studium der Meteorologie & Geophysik an den Universitäten Graz und Innsbruck. Seit 2005 selbständiger, unabhängiger Meteorologe und seit 2010 zusätzlich Betreiber vom Wettercafe in Innsbruck, Meteorologie & Klimatologie im Rahmen einer urbanen Gastronomie.

WETTERLETTER neuerlich Kaltfront mit MittelmeertiefWas für ein traumhaftes Wetter heute und mit gut 26 Grad ist es in In...
15/09/2026

WETTERLETTER neuerlich Kaltfront mit Mittelmeertief

Was für ein traumhaftes Wetter heute und mit gut 26 Grad ist es in Innsbruck sogar sommerlich warm. Höchstwert in Österreich.

Morgen Mittwoch ist es im Raum Tirol vormittags auch noch halbwegs sonnig, die Bewölkung nimmt von SW her aber schon deutlich zu.
Am Nachmittag zuerst eher vereinzelt ein paar Schauer aus SW, später, im nahen Vorfeld der Kaltfront aber auch kräftige Güsse mit Gewittern von Westen her.
Dann regnet es in weiten Teilen Tirols über einige Stunden recht ergiebig, aber schon Donnerstag Früh zieht der Regen rasch nach Osten ab.

Donnerstag und Freitag (Tirol)

Bis zum Abend bleibt es in weiten Teilen Tirols wohl trocken, nur Richtung Hauptkamm weit im Süden sind leichte Niederschläge nicht ganz ausgeschlossen.
Es bleibt aber eher stärker bewölkt, trotz Aufhellungen. Weil sich eben ein eher schwaches Mittelmeertief bildet und von Süden her einige Wolken schickt.
So kann es zum Freitag hin neuerlich ein paar Regenschauer geben und auch der Freitag selbst schaut wegen diesem Tief da irgendwo über Oberitalien eher stärker bewölkt aus, mit eher unergiebigen Regenschauern.

Wirklich kalt wird es aber nicht:

Zum Donnerstag hin wirkt freilich die Kaltfront und die Schneefallgrenze sinkt da und dort deutlich unter 3000m.
Zwischen den Ötztaler und den Hohen Tauern sind in Lagen um und über 3000m 10 bis 30cm „Neuschnee“ drin, ein kleines Pflaster auf das ach so arme „weinende Eis“ ;-)
Im Inntal werden am Donnerstag aber rund 20 Grad erreicht, also alles halb so wild. Und ab Samstag wieder Hochdruckeinfluß mit mehr Sonne.

Abb. 1 zeigt noch mögliche Niederschlagsummen bis Samstag Früh nach dem aktuellen ECMWF Modell. Also neuerlich eine recht ordentliche Portion Feuchtigkeit in einigen Regionen.

WETTERLETTER regional ergiebige Niederschläge!Wie gestern bereits angedeutet, sollte sich nach den ganz aktuellen Wetter...
09/09/2026

WETTERLETTER regional ergiebige Niederschläge!

Wie gestern bereits angedeutet, sollte sich nach den ganz aktuellen Wettermodellen doch ein halbwegs aktives Tief im oberen Mittelmeerraum bilden. In Tirol wird dieses aber nur mäßig wetterwirksam, stärker werden große Teile von Kärnten betroffen sein.

Noch immer diverse Unsicherheiten:
Bei solchen Lagen sind auch kurzfristige Prognosen mit etwas Vorsicht zu genießen. Freilich, das Wetter wird ganz sicher nicht ganz anders kommen, bis Freitag zumindest, aber wo genau es am meisten regnen wird, ist nicht exakt vorherzusagen. Nur minimale Änderungen bei dem Tief im Mittelmeerraum können da gröbere Unterschiede ausmachen.

In Abb. 1 sind die Niederschlagssummen nach dem aktuellen 06 Uhr Lauf vom ECMWF bis Freitag Abend zu sehen. Diese Visualisierung ist eher grob in der Auflösung, Details zwischen Tälern und Staulagen in den Bergen gehen da etwas unter, aber für eine Flächenmittel Abschätzung ist dieses Modell recht gut geeignet.

Tirol:
Die nächsten Stunden und bis in die nacht hinein beginnt es in weiten Teilen des Landes recht ergiebig zu regnen. Zwischendurch auch stärker und mit der Kaltfront frischt der Wind aus West auf. Dann geht es aber bis Freitag Früh eher wechselhaft dahin. Es bleibt wohl stark bis dich bewölkt, aber die Niederschläge machen auch längere Pausen. Zwischendurch macht sich aber doch das Mittelmeertief bemerkbar und vor allem Richtung Süden und Südosten kommen auch nennenswerte Niederschläge dazu. Erst am Freitag sollte es hierzulande auch wieder längere, sonnige Phasen geben.

Kärnten:
Dort wird das Mittelmeertief, wie so oft, am wirksamsten. Aber auch im südlichsten Bundesland sind bis in den Freitag hinein einige Niederschlagspausen dabei. Der Regen kommt also in mehreren Intervallen und kann zwischendurch gewittrig durchsetzt sein. Lokal sind also große Regenmengen möglich, aber alles in allem keine schadensträchtigen Mengen. Immerhin aber so viel Feuchte von oben, dass das langfristige Feuchtedefizit nennenswert gemindert wird.

Temperaturen und Schneefallgrenze:
Ja, einige fragen schon jetzt nach der Schneefallgrenze, da geht es aber eher um Gletscher Interessierte. Nun, mit der eintreffenden Kaltfront wird es nun in allen Höhen etwas kühler, die Frostgrenze sinkt in den Nord- bis Zentralalpen von Westen her auch unter 3000m. Hier wird es also bis gegen 2500m schneien, kurz sind dann sogar Flocken bis gegen 2000m Höhe sichtbar. Aber, mit dem Mittelmeertief kommt es ab morgen zu einem Aufgleiten relativ milder Luftmassen in der Höhe. Die Schneefallgrenze wird also bis zum Freitag hin ganz grob so um 3000m pendeln, auch wenn es über diesen Zeitraum in den tiefen Lagen weiter abkühlt. Aber, in sehr hohen Lagen der Ostalpen ist durchaus mit 10-40cm „Neuschnee“ zu rechnen.

08/09/2026

Entwicklung "Gewitterwolke"

etwas verwackelter Timelapse durch zu viel Südföhn am Balkon.

Wir sehen, wie sich knapp hinter der Grenze in Südtirol und wenig östlich vom Brenner eine klassische Cumulus Nimbus Wolke aufbauen konnte.

Zuerst noch Cumulus Congestus nach Namengebung, bis ca. 6-8km Höhe reichend und primär aus unterkühlten (

WETTERLETTER maßlose Übertreibungen...wenn man diverse Medien Wetterberichte der letzten Tage konsumierte, könnte man gl...
08/09/2026

WETTERLETTER maßlose Übertreibungen...

wenn man diverse Medien Wetterberichte der letzten Tage konsumierte, könnte man glauben, ab morgen Mittwoch kämen nennenswerte Kälte und der große Regen. Das meteorologische Spektakel wird aber schlimmstenfalls halb so wild…

Eher komplexe Großwetterlage (GWL):
Und damit sogar mittelfristig eher schwierige Prognosen. Ein Tief über der Nordsee schickt uns morgen seine Kaltfront, das ist noch relativ sicher. Nachfolgend sollte sich ein mäßig aktives Rand-Tief im oberen Mittelemeerraum bilden und das macht die Prognose zum Donnerstag hin schon etwas unsicher. Egal, wir gehen mal chronologisch weiter…

Heute bis morgen Früh:
Hochsommerlich geht es durch den Tag und bis weit in die Nacht hinein. Leichter, im Gebirge auch mäßig starker Föhn sorgen für Tmax um 33 Grad in Innsbruck und tiefen Lagen in Tirol. Nahe an den Ösi-weiten Tmax gut 34 Grad. Schon über die Nacht geistern einzelne Schauer und Gewitter herum und morgen Früh wird es zuerst von Südwesten her immer unbeständiger.

Mittwoch-Donnerstag:
Nach Osten zu immer noch leicht föhnig und warm, es drängen aber immer mehr Wolken, Schauer und auch einzelne Gewitter von SW her ins ach so heilige Land. Am Nachmittag und Abend dreht die Strömung mehr auf West, dann auf Nordwest und es kommen auch die kühleren Luftmassen daher. Dann ist es mit den halbwegs ergiebigen Niederschlägen im Raum Tirol aber bald wieder vorbei. Wahrscheinlich, denn was genau am Donnerstag passiert, ist in den aktuellen Modellen noch immer nicht einheitlich, also werden wir morgen ein Update machen und heute gar nicht weiter spekulieren.

Schnee in den Hochlagen?
Naja, bis morgen Mittag zumindest, regnet es noch bis weit über 3000m hinauf. Dann wird es von NW her langsam kühler und die Schneefallgrenze sinkt auf 3000m, später auf rund 2500m, lokal und kurz noch etwas tiefer. Im Raum Tirol zumindest. Aber das alles ja nicht wirklich was mit einem richtigen, herbstlichen „Kälteeinbruch“ zu tun.
Bis Donnerstag kommen in den Hochlagen wohl einige cm Schnee daher und nur wenn sich wirklich ein Tief über Oberitalien einmischen wird, werden es um den Alpenhauptkamm halt ein paar cm mehr, aber das ist alles eher noch im Bereich Kosmetik anzusiedeln.
Gut, es wird von Mittwoch auf Donnerstag und wohl ein paar weitere Tage deutlich weniger warm, als zuletzt, also die Tmax um gut 10 Grad tiefer, aber das ist dann so ziemlich genau der für die Jahreszeit zu erwartenden Klimazustand, siehe auch Abb. 1, der aktuelle 06 Uhr GFS Modelllauf...

WETTERLETTER ein Sommer wie in Rom!Der Sommer 2026 war auch hierzulande sehr warm, lt. GSA um 4,3 oder 4,4 Grad über dem...
04/09/2026

WETTERLETTER ein Sommer wie in Rom!

Der Sommer 2026 war auch hierzulande sehr warm, lt. GSA um 4,3 oder 4,4 Grad über dem Flächen-Klimamittel 1961-1990. Keine Ahnung wie die Abweichung in der selben Anstalt zustande kommt, aber egal, jedenfalls die alten Rekorde von +4,0 Grad Abweichung deutlich übertroffen.

https://klimaportal.geosphere.at/klimamonitoring/?view=fullscreen¶m=t&period=period-ys-2026-2&ref=1

https://www.geosphere.at/de/aktuelles/news/heissester-sommer-der-messgeschichte-rekordtemperaturen-an-mehr-als-100-messstationen-der-geosphere-austria

Ein Blick in den Mittelmeerraum:
Tatsächlich war dieser Sommer in Wien fast exakt so warm und trocken, wie ein durchschnittlicher Sommer im italienischen Rom. Damals, in der Klimanormalperiode 1961-1990. Die 24 Grad Sommermittel T und nur gut 130 Liter Niederschlag entsprechen tatsächlich süditalienischen Verhältnissen vor ein paar Dekaden.

Und Innsbruck passt ganz gut zu den Mailänder Daten von damals, hier hat es von 1. Juni bis 31. August immerhin 325mm geregnet (entspricht Liter/m²) und mit 22,6 Grad war der Sommer in Innsbruck immerhin um 1,6 Grad weniger warm als der in der Ösi Hauptstadt.

Unsere Gletscher schaun auch so aus, als wenn die Alpen im oberen Mittelmeerraum lägen…😉

Ist ein Sommer Ende in Sicht?
Ja eh, kalendarisch dann am 23. September, witterungsbedingt aber wahrscheinlich schon früher. Die Modelle zeigen doch ziemlich einheitlich, dass ab Mittwoch den 09.09. ein Wetterumschwung eintreffen sollte. Aber das schaun wir uns demnächst genauer an…

Heute Freitag wird es auch in Tirol nochmals sommerlich warm und sehr sonnig. Tmax bis zu 32 Grad sind im Inntal zu erwarten.
Morgen streift eine schwache Kaltfront, also ein paar Grad weniger, oft stärker bewölkt aber nur regional ein wenig Regen möglich. Von Sonntag bis Dienstag wieder mehr Sonne und Tmax bis knapp 30 Grad ansteigend, aber dann…

Abb.1 zeigt noch das aktuelle GFS- Ensemble für den Raum Innsbruck. Recht deutlich ist die Abkühlung am 09.09. zu erkennen, ob diese auch nachhaltig wird und ergiebige Niederschläge dabei hat, ist noch nicht so sicher.

WETTERLETTER Staub-Wind und schwache Kaltfront...Schon heute Donnerstag wurde es durch Saharastaub eher diesig, es bleib...
27/08/2026

WETTERLETTER Staub-Wind und schwache Kaltfront...

Schon heute Donnerstag wurde es durch Saharastaub eher diesig, es bleibt aber sonnig und sehr warm. In den Bergen bereits lebhafter Südföhn, welcher morgen auch im Raum Innsbruck für kräftige Böen sorgen wird.

Abb.1 von der GSA zeigt diese markante Saharastaub-Wolke:
Durch die Großwetterlage bzw. der südwestlichen Anströmung kommt nun wieder mal dieser Staub auch in den Alpenraum. Richtung Westen klar abgegrenzt durch die Kaltfront, welche Österreich morgen Abend erreichen wird. Oben im Bild die Situation um morgen Mittag, es wird also noch etwas „staubiger“ als heute und unten die Lage Samstag Früh. Der Spuk ist also bald wieder vorbei, die Strömung ändert sich und auch der Niederschlag wäscht die Atmosphäre sozusagen wieder sauber.

Mäßig bis starker Südföhn am Freitag:
Morgen sind auch in Innsbruck Böen um 80km/h zu erwarten, in exponierten Lagen wie am Patscherkofel auch Orkanböen. Meist noch ziemlich sonnig, wenn auch „Sahara“ verschleiert und nochmals sommerlich warm mit Tmax um 30 Grad. Lokal auch darüber. Erst gegen Abend ziehen aus SW einige Schauer durch (Raum Innsbruck) und zum Samstag hin bringt die Kaltfront nochmals kräftige Güsse, regional sind auch ein paar Gewitter dabei.

Samstag früh ist aber alles wieder Geschichte, es lockert bald auf und es wird ein recht sonniger Tag mit Tmax um 25 Grad im Inntal.
Nur kurz schneit es davor in den Hochlagen etwas unter 3000m herab, das 2026 Einschneien der meist total blanken Gletscher dürfte also noch etwas dauern. Auch am Sonntag und Montag spätsommerliches, recht sonniges Wetter.

WETTERLETTER und schon ist der Urlaub wieder vorbei…Brav haben wir ein wenig saniert und renoviert und schon sind die ve...
24/08/2026

WETTERLETTER und schon ist der Urlaub wieder vorbei…

Brav haben wir ein wenig saniert und renoviert und schon sind die vermeintlich freien Tage rum. Ab heute also wieder BEST BEER In TOWN 😊

Wetter-Wochenüberblick:
Leicht durchwachsen, aber überwiegend sonnig und warm geht es bis Freitag so dahin. Eher langweilig, ich rate für solche Wetterprognosen die Seiten von der GSA an, klicken sie auf das jeweilige Bundesland und lesen sie die Text Prognosen, nicht die automatisierten Produkte. Das ist, wenn eher oberflächlich und gratis immer noch besser als diverse Apps. https://www.geosphere.at/de/karten/wetterprognose =8

Von Freitag auf Samstag dürfte es spannender werden, es nähert sich eine Kaltfront aus NW. Davor könnte kräftiger Südföhn aufkommen und danach stärkere Niederschläge, aber alles noch nicht konkret vorhersagbar.

Hitze und Dürre:
Vor allem im Osten Österreichs gab es diesen Sommer viele sehr warme und richtig heiße Tage, im Flächenmittel liegen wir lt. GSA aktuell 4,2 Grad über dem Klimamittel 1961-1990 für diesen Sommer. Es wird bis zum meteorologischen Herbstbeginn am 1. September wohl ein knappes Rennen und den Rekord, 2024 und 2003 waren es +4,0 Grad.
Vielerorts fiel auch deutlich weniger Niederschlag als „normal“, aber nicht überall. U.a. ist der Raum um Innsbruck so gesehen halbwegs in einem Klimamittel. Verschärft wurde die Dürre jedenfalls durch die so wenig beachtete Verdunstung. An so vielen so sonnigen, heißen Tagen mit einer geringen relativen Luftfeuchte verdunsten Unmengen an Wasser, folgend ein paar Größenordnungen:

An einem stärker bewölkten, niederschlagsfreien Sommertag mit Tmax um 25 Grad und kaum Wind sind es bei einer rF (Tagesmittel) Annahme um 50% gerade mal um 3-5 Liter/m², welche in die Atmosphäre verduften können. Liegt die Tmax jedoch um 35 Grad und die rF im Mittel um 25%, sind es bereits an die 10L/m². Kommt nur mäßig starker Wind dazu, können sich diese Werte schnell verdoppeln und verdreifachen!

Freilich, das gilt jetzt für Wasseroberflächen oder auch Landflächen, solange genügend Feuchte vorhanden ist. Herrscht bereits Dürre, sinkt die mögliche Verdunstung radikal ab. In einer der ganz heißen Wochen dieses Sommers konnten regional wohl um 100L/m² verdunsten. Tauschen wir diese Woche mit einer, wo es netto eine Plus von sagen wir 50L Feuchte / m² sind, dann macht das in Summe fast so viel aus, wie es in einem „normalen“ Sommer in Wien regnet. Also nur mal zur groben Orientierung, wie viel Wasser von der Luft an so heißen, sonnigen Sommertagen „aufgesaugt“ werden kann. Irgendwann und irgendwo kommt alles freilich wieder runter…

Abb.1 (Quelle GSA) zeigt noch die Niederschlagskarten für das Jahr (unten) und den Sommer 2026:
Beachte dabei auch, dass „normal“ in Österreichs ganz unterschiedlich sein kann. In Bregenz gab es dieses Jahr bislang 645mm (entspricht L/m²) Niederschlag und die Zone ist dunkelbraun gefärbt, also viel weniger als in der Referenzperiode. 289mm sind es bis heute in Eisenstadt, auch zu trocken, aber die extrem trockenen 645mm aus Bregenz würden dort im Osten ein sattes Feuchtüberangebot von rund 30% bedeuten. Also, auch hinsichtlich diverser Dürre-Ernteausfälle sind solche Karten mit Vorsicht zu interpretieren…
Aber was schert uns die Dürre der anderen…Prost…😉

WETTERLETTER eine Schwalbe macht keinen Sommer...Aber wir fliegen jetzt für ein paar Tage davon. Heute hat das Wettercaf...
14/08/2026

WETTERLETTER eine Schwalbe macht keinen Sommer...

Aber wir fliegen jetzt für ein paar Tage davon. Heute hat das Wettercafe noch geöffnet, dann gönnen wir uns ein paar Tage Pause und schon am Montag, den 24. August geht´s wieder fröhlich weiter.

Aber was macht denn wirklich so richtig Sommer?
Wir werden den Sommer 2026 sicher noch öfters analysieren, denn er war auch im Alpenraum wirklich außergewöhnlich und daran wird sich die letzte gut zwei Wochen auch nicht mehr viel ändern. Demnächst liegt der Sommer um 4,4 Grad über dem Klimamittel 1961-1990 (siehe auch Abb.1, ZAMG, Spartacus, Flächenmittel) und es müsste bis 1. September schon ziemlich kühl weiter gehen, um noch unter die alten T Rekorde (2003 und 2024) von +4,0 Grad zu fallen.

Der Zufall, die Dynamik der Atmosphäre konnte diesen Sommer offensichtlich nicht anders, als genau über dem Bereich Nordafrika-Europa einen Wellenberg nach Norden zu drängen. Dieses Subtropenhoch hat sich immer wieder neu aufgebaut und regional für mehrere intensive Hitzewellen gesorgt. Zudem gab es über weite Flächen große Trockenheit, was angesichts solcher Wetterlagen aber auch nicht verwundern sollte. Wie auch immer, wir werden uns das über unseren Urlaub alles noch genauer ansehen…

Etwas Abwechslung kommt ins Wetterspiel:
Heute ist es in weiten Teilen Österreichs noch fast wolkenlos und die Tmax erreichen häufig 30-35 Grad. Morgen Samstag wird die Atmosphäre schon etwas labiler, gegen Abend sind auch in Tirol ein paar Gewitter wahrscheinlich. Davor nochmals sehr warm. Am Sonntag bereits tagsüber ziemlich unbeständig und schwül-warm.
Dann streift eine Kaltfront und es sollte in ganz Österreich mal nennenswert abkühlen. Mehr dazu demnächst.

Dem Augustiner ist das alles egal, es hat nach wie vor 5 Grad Celsius und heute wird ab 14 Uhr gezapft, einfach so…

WETTERLETTER Rekorde über Rekorde...Gestern gab es tatsächlich 9 amtliche Wetterstationen, welche ein Tmax von 40,0 bis ...
05/08/2026

WETTERLETTER Rekorde über Rekorde...

Gestern gab es tatsächlich 9 amtliche Wetterstationen, welche ein Tmax von 40,0 bis 41,0 Grad registrierten. Alles im Großraum Wien.
Den neuen Ösi-Rekord hält nun die Station Stammersdorf, knapp nördlich von Wien auf 191 m Seehöhe, mit eben 41,0 Grad.
Die Bad Deutsch-Altenburger, amtliche Träger des alten Rekords mit 40,5 Grad am 8. August 2013, haben ihre Popularität leider verloren, vielleicht auch nur vorübergehend…

Wie sind historische und moderne Temperaturmessungen vergleichbar?
Bleiben wir mal in Österreich. Kaiser Franz Joseph I. hat 1851 die Zentralanstalt für Meteorologie und Erdmagnetismus bewilligt, bald danach unsere bekannte Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik. Übrigens der erste staatliche Wetterdienst der Welt, die ZAMG. Hochintelligente haben also den traditionsträchtigen und früher auch weltführenden Wetterdienst unlängst in Geosphere Austria (GSA) umbenannt. Was für ein politisch getriebenes Elend.

Temperaturmessungen gab es aber schon davor. In Innsbruck, Wien oder auch Kremsmünster haben sich schon im 18. Jahrhundert „Gelehrte“ für Meteorologie zumindest instrumentell interessiert. Aber was gab es denn damals für Thermometer? Wo waren diese aufgestellt? Wie genau sind heutige Messungen im Vergleich zu damals? Dieses Teilgebiet der Meteorologie und Klimatologie ist eigentlich eine eigene Wissenschaft.

Man stelle sich bitte einfach mal vor, wie denn eine Vergleichbarkeit von Tmax heute und damals möglich werden soll, wenn heute sensible Sensoren die Temperatur alle 10 Sekunden sehr genau erfassen, dann ein 10-Minuten- oder Stundenmittel gebildet wird und damals Menschen mit unterschiedlicher Sehstärke und etlichen weiteren „Menschlichkeiten“ eine Temperatur ablesen und manuell zu dokumentieren pflegten.. Von Niederschlägen reden wir jetzt besser gar nicht.?!

Die sogenannte Homogenisierung:
Die ersten Thermometer waren oft einfach auf der Nordseite von Gebäuden montiert. Man wusste freilich schon damals, dass direkte Sonnenstrahlung die Messwerte radikal nach oben verändert. Das ist vor allem im Sommer ein riesiges Problem, da bei uns die Sonne im Nordosten aufgeht und im Nordwesten untergeht. Also waren viele Messungen damals total strahlungsverseucht, abgesehen von der Abwärme gewisser Gebäude, an denen die Thermometer fixiert waren.
Man einigte sich irgendwann, Temperaturen nur noch in einheitlichen „Wetterhütten“ zu messen. Also diese weiß lackierten, vogelhäuschenähnlichen, recht gut durchlüfteten Holzkästen. Das war freilich eine gravierende Verbesserung, aber noch immer waren „Menschlichkeiten“ bei den Ablesungen beteiligt. Zehntelgrad hin und her, ja eh… Fast rein weiße Wetterhütten, die ja möglichst alles an Sonnenstrahlung reflektieren sollen, werden mit den Jahren auch dunkler, eher grau, und absorbieren dann deutlich mehr Strahlung. Das kann das Thermometer im Inneren schon mal um Zehntelgrade verseuchen, tagsüber und speziell bei \(T_{max}\) an sehr sonnigen Tagen.

Wie sollen wir also wissen, wie hoch genau die Temperaturen damals an einem Tag X waren? Es gibt dazu sehr aufwendige Verfahren wie im von der ZAMG betriebenen HISTALP-Prozedere, wo man eben versucht, historische Daten mit modernen anzupassen. Meines Erachtens ist das eine gute Arbeit, und man nähert sich recht gut einer Vergleichbarkeit der Temperaturmessungen an. Aber alles ist freilich mit Fehlern und Unsicherheiten behaftet, und so sollten wir uns niemals auf Zehntelgrade versteifen. Kann man einfach nicht so genau wissen, selbst wenn es von den üblichen Pseudo-Experten und Gaga-Medien behauptet wird.

Der Verfall der Wissenschaften: Was viele über die Corona-Jahre bereits mitbekommen haben – auch wenn sie selbst abseits jeder akademischen Tätigkeit und ach so hochwissenschaftlichen Lektüre leben –, ist, dass sich weite Teile der sogenannten „Wissenschaft“ nicht nur politisch korrumpiert haben; es ist auch aus weiteren Gründen ein radikaler Einbruch bei der Qualität wissenschaftlicher Publikationen festzustellen. Das betrifft insbesondere die Klimatologie. Ich werde das hier und heute nicht weiter ausführen, ich darf dazu aber eine Sommerlektüre mit höchster Empfehlung anraten. Nach dem sinnerfassenden Lesen dieser populärwissenschaftlichen Abhandlung könnte man vieles sehr viel besser verstehen.

Was bedeutet das völlig anti-wissenschaftliche Mantra „Konsens“ in den Wissenschaften? Wie viele von sogar angeblich peer-reviewten Publikationen in den renommiertesten Fachzeitschriften sind nachweislich Vollholler? Investieren Sie ein paar Euro für Dr. Dipl.-Ing. Alexander Schatten (Lehrbeauftragter an der Universität Wien), und wir müssen hier nicht schon wieder Mantras, Dummheiten, Religion und Propaganda diskutieren… diese kenne ich übrigens alle, seit bald 30 Jahren als studierte Oberpfeife, ihr noch mehr Pfeifen!

https://www.schatten.info/cv.html
https://seifertverlag.at/liest/alexander-schatten-hexenmeister-oder-zauberlehrling/?srsltid=AfmBOop8P0ava_xPSibP2FLCNE2LaQZOsdlWRAJyvka4Da-9xqeQtAGt

WETTERLETTER die armen Wiener...Wie angekündigt, hat sich nun das hartnäckige Subtropenhoch nochmals über weiten Teilen ...
03/08/2026

WETTERLETTER die armen Wiener...

Wie angekündigt, hat sich nun das hartnäckige Subtropenhoch nochmals über weiten Teilen Mitteleuropas schön „aufgeblasen“. Es wird in ganz Österreich sehr warm, ganz im Osten richtig heiß. Im Großraum Wien z.B. erwarten wir bis inkl. Mittwoche Höchstwerte um 40 Grad.

Die Sache mit der Strahlungsbilanz:
Bei solchen Wetterlagen ist die maximal erreichbare Luft-Temperatur auch in Österreich fast ausschließlich über die Strahlung bzw. die Strahlungsflüsse determiniert. Klar, unsere Sonne liefert mal die gesamte Strahlungsenergie und bei oft nahezu wolkenlosem Wetter kommen um die Mittagszeit gerne um 1000 Watt pro Quadratmeter am Boden an. Dieser kann, je nach Oberfläche, oft so um 10-30% davon sofort wieder zurück ins All reflektieren (Albedo 0,1-0,3). Diese „Energie“ hat also keine Wirkung auf die Erwärmung. Der immer noch dicke Rest kann die Erdoberfläche aber auf rund 40-60 Grad Celsius erwärmen, an Tagen wie diesen. Aber, eine heiße Oberfläche strahlt auch sehr effektiv ins All ab und zwar mit der 4. Potenz der Temperatur nach den Stefan-Boltzman Gesetzt und das limitiert die weitere Erwärmung!
Und wenn die Oberflächen so warm werden, dann messen wir auch an den amtlichen Stationen um und über 35 Grad im Schatten. Warum nicht mehr, dazu vielleicht demnächst mal…

Welche Rolle spielt die Verdunstung?
Um flüssiges Wasser in gasförmigen Wasserdampf umzuwandeln, benötigt es ziemlich viel Energie. Wenn nun also an so einem sonnigen Sommertag die Wiesen, Felder usw. in der Früh noch feucht sind, dann geht ein Teil der Sonnenstrahlung so gesehen verloren, wenn diese Feuchte ja verdunstet werden muss. Der Temperatur Anstieg wird also etwas verzögert, im Vergleich zu oft trockenen Oberflächen, wie z.B. in den Innenstädten.

Um Tmax um 40 Grad in Österreich zu erreichen, braucht es also auch eine gewissen Trockenheit. Und die haben wir, vor allem auch im NO von Österreich. Dann kommt noch dazu, welches Grünzeugs überhaupt noch Wasserdampf liefern kann. Bäume sind da oft sehr lange zuverlässig, kleines Gewächs bekommt viel schneller „Hitzestreß“. Dann verschließen die sich sozusagen, schützen sich vor weiteren Wasserverlust und geben nichts mehr nach außen ab, was verdunstet werden könnte. Dann steht all die Sonnenstrahlung zur Erwärmung der Oberfläche und der Luft darüber zur Verfügung. Ganz so trivial ist die Sache im Detail dann nicht, aber für diese Anschauungen völlig ausreichend. War es in Regionen die letzten Tage bis Wochen schon ziemlich trocken und heiß, dann sind bei entsprechender Wetterlage gerne um 2-3 Grad zusätzlich drin (Tmax), als in Regionen, wo es doch immer wieder satte Güssen gab.

Die armen Wiener also…
Nicht nur politisch geplagt, nun auch noch die elende Hitze in und um Wien. Auch wenn genau so was unsere Klimaschützer in Wahrheit extrem freut, darf ich ein wenig vergleichen. Auch in und um Innsbruck war der Sommer bislang ausgesprochen warm und sonnig, aber eben nicht so trocken wie anderswo. Wir hatten über diese Hitzewellen immer wieder Schauer und Gewitter, so weit Abkühlung gegen Abend und in der Früh mehrere Stunden so um 15-19 Grad, wo man effektiv Lüften und abkühlen konnte. Ich habe in meiner Bude aktuell genau 25 Grad, der Venti läuft, es ist richtig angehen.

Aber, wenn man diesen Sommer in Regionen und Umständen leben musste, wo es in der Früh schon deutlich über 20 Grad hat, man die Hitze tagsüber schlecht abschotten kann und auch das Lüften schwierig wird, ja dann wird es ohne Klimaanlagen wirklich zach. Rotglühende Hitzewarnungen der Obrigkeiten helfen da freilich, auch wenn es weder in der Bude noch sonstwo deswegen kühler wird, wenn Hitze amtliche bestätigt ist, dann fällt das Leiden leichter. Oder so irgendwie vielleicht. Wichtig ist, wie wir über die Corona-PCR Pandemie gelernt haben, den Alarm möglichst hoch zu halten, egal welchen, aber täglich! Das ist das Beste für die Gesellschaft, das bringt uns weiter, ganz sicher!

Abb. 1 zeigt noch den aktuellen Stand der Österreich- Verbrennung. Die Farbgebung stammt vom VOEST-Hochofenmodell, die Quelle ist unsere geliebte GSA (Spartacus). Bis inkl. gestern war dieser Sommer also exakt genau so überhitzt, wie die Sommer 2003 und 2024 (zu Klimamittel 1961-1990).
Die kommenden Tage sind wir dann sicher über Rekordniveau unterwegs, mit Sommerende am 1. September orakle ich, dass wir nur den 3. Platz erreichen werden. Aber das ist freilich kein Grund, die Klimakatastrophe zu verharmlosen, gell…😉

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