18/09/2026
Ein Film muss nicht bequem sein.
Ein Film muss Fragen stellen dürfen.
NAZA ist der neue Dokumentarfilm von Yuval Abraham und Rachel Szor – den Regisseur*innen von No Other Land. Und kaum ein Film aus Venedig sorgt derzeit für eine vergleichbare Debatte.
Am 10. September feierte NAZA seine Weltpremiere bei den Filmfestspielen von Venedig. Das Publikum applaudierte 25 Minuten lang. Wenige Tage später wurde der Film mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichnet.
Dann eskalierte die Debatte.
Der israelische Kulturminister Miki Zohar bezeichnete die Filmemacherinnen als Verräterinnen und kündigte an, ihren Entzug der israelischen Staatsbürgerschaft anzustreben. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu bezeichnete den Film als „schockierende Aufstachelung“. Die israelische Armee weist zentrale Vorwürfe des Films zurück und kritisiert insbesondere die Verwendung anonymisierter Quellen.
Und genau deshalb zeigen wir diesen Film.
Über drei Jahre hinweg haben Abraham und Szor mit 24 israelischen Soldatinnen und Geheimdienstmitarbeiterinnen gesprochen. Ihre Aussagen bilden die Grundlage für eine Untersuchung der militärischen Strukturen, Entscheidungsprozesse und Technologien hinter Israels Kriegführung in Gaza. Die Stimmen und Gesichter der Quellen wurden zum Schutz ihrer Identität digital verändert.
NAZA will nicht beruhigen.
NAZA will wissen.
Und NAZA zwingt dazu, hinzusehen.
Ab 1. Oktober bei uns im Schubertkino.
🎬 NAZA
Yuval Abraham & Rachel Szor
80 Min. | OmU
Venedig 2026 – Spezialpreis der Jury
Kommt ins Kino. Schaut ihn euch an. Und diskutiert darüber.