02/10/2026
Gute Gastro beginnt für mich nicht beim Verkauf.
Sondern bei der Frage: Ist das überhaupt gut umsetzbar?
Gestern hatte ich in meinem neuen Job ein Gespräch mit einer Kollegin, die künftig die Bankettleitung übernimmt.
Sie kommt selbst aus dem Service – und genau das fand ich spannend.
Denn sie kennt nicht nur die Verkaufsseite, sondern auch die Realität dahinter: Was kann die Küche leisten? Was schafft der Service? Wie viel Personal braucht es wirklich? Und wann wird aus einer tollen Idee einfach nur unnötig kompliziert?
Genau da liegt für mich ein riesiger Hebel in der Gastronomie.
Wir verkaufen oft Konzepte, Zusatzleistungen und Specials, ohne die Umsetzung konsequent mitzudenken.
Dabei ist „mehr“ nicht automatisch besser.
Nachhaltige Gastro heißt für mich deshalb nicht nur regional, vegan oder weniger Verpackung.
Nachhaltig gedacht heißt auch:
– Abläufe so planen, dass sie wirklich funktionieren
– Mitarbeiter nicht permanent überfordern
– Speisen anbieten, die in der Menge zuverlässig umsetzbar sind
– Verschwendung vermeiden
– Prozesse vereinfachen, statt immer noch etwas draufzupacken
Und genau da wird für mich auch KI spannend.
Nicht als Spielerei.
Sondern als Werkzeug, um Angebote, Abläufe, Personalplanung, Kalkulation oder Vorbereitung so zu strukturieren, dass am Ende nicht nur der Gast zufrieden ist – sondern auch das Team.
Ich glaube sowieso: Die spannendste Gastro der Zukunft wird nicht die sein, die am meisten anbietet.
Sondern die, die klug plant, sauber umsetzt und Ressourcen vernünftig einsetzt.
Das ist für mich grüne Küche. Nicht nur auf dem Teller – sondern im ganzen Betrieb.